Mottoparty-Guide

Kindergeburtstag Survivalparty: Partyplan mit Lagerbau, Orientierungslauf und Notsignalübung

Ausrüstung checken, Trupp einteilen: Der Garten wird zum Expeditionslager, der Planenzeltbau zur Knotenschule, und an fünf Stationen des Orientierungslaufs scheitert jeder Trupp, der ohne Plan marschiert. Erst wird eingecheckt, dann gebaut, und das Expeditionsfest öffnet nur, wer alle Kursmarken im Ausweis hat.

Der Plan verteilt den Nachmittag in zwei Hälften: Erst schlagen die Trupps ihr Lager mit gelernten Knoten, dann läuft jeder Trupp den Orientierungskurs mit Peilen, Schrittzählen und Seilbrücke. Dazwischen reicht die Leitung Trinkflaschen, denn der Gabentisch öffnet erst nach der Notsignalübung.

Am Ende bekommt jedes Kind seinen vollgestempelten Expeditionsausweis, den selbst geknüpften Knotenanhänger und die Expeditionsurkunde - und die Erinnerung an den Tag, an dem der Garten zum Wildnislager wurde.

Survivalparty: Abenteuerlager im Garten mit Planenzelt, Steinring mit roter Lichterkette statt Feuer, Baumstamm mit Kompass, Fernglas und Feldflaschen, Seilparcours mit Markierungsbändern, ohne Personen

Die Party auf einen Blick

Alter8-12 Jahre
Gruppe6-10 Kinder in Trupps
Dauer120 Minuten
OrtGarten oder Park, feuerfrei
KontextFrühling bis Herbst, draußen
Kostenca. 3-5 € pro Kind für Expeditionsessen, Trailmixbar und Urkunden (Basis 8 Kinder)

Warum das Motto funktioniert

Kinder lieben Abenteuer, weil sie endlich ernst genommen werden: Knoten, Kompass und Lagerbau sind echte Fertigkeiten, keine erfundenen, und genau das macht das Motto für Acht- bis Zwölfjährige so stark. Der Unterschied zur üblichen Draußenparty ist der Expeditionsausweis: Er dokumentiert, was jeder Trupp geschafft hat, und verwandelt lose Gartenspiele in eine Expedition mit Ausrüstungscheck, Lager, Kurs und Notsignalübung. Diese Struktur motiviert auch Kinder, die bei reinen Wettspielen schnell abschalten, weil jede Station eine Rolle braucht, die vorher verteilt wurde.

Das Motto verbindet Bauen mit Suchen: Der Lagerbau ist die gemeinsame Bauszene mit sichtbarem Ergebnis, der Orientierungslauf ist die Suchszene mit Stempeln, und die Notsignalübung ist der Ernstfall, der beides zusammenführt. Diese Verzahnung ist der Grund, warum die Party über die volle Zeit trägt, denn nichts ist Deko, alles hat eine Funktion: Das Zelt wird genutzt, der Anhänger verdient, das Signal wird sichtbar.

Abgegrenzt zur Geocachingparty arbeitet die Survivalparty ohne GPS und ohne Verstecke in der Nachbarschaft: Es geht um Lager, Knoten und Orientierung im eigenen Garten mit echten Fertigkeiten. Wer Caches suchen möchte, nimmt den Geocachingplan; wer ein Lager bauen und die Wildnis üben will, ist hier richtig.

So bereitest du die Survivalparty vor

Die Vorbereitung verteilt sich auf zwei Termine: einen Tag vorher Büro, Kursmarken und Kisten, am Partytag der Lagereinschlag, der Teil des Programms bleibt.

  1. Expeditionsbüro bauen: Aus einem Kartontisch ein Büro mit Expeditionszeichen aufbauen, Ausweise aus Tonkarton falten, Rollenschilder für vier Rollen schneiden und Trupplisten vorbereiten.
  2. Knotenschule auflegen: Ein Brett mit drei Knotenbildern bemalen, drei Übungsseile und Kraftpapierstreifen bereitstellen, damit der Knotenanhänger direkt am Ausweis landen kann.
  3. Orientierungskurs anlegen: Fünf Ankerpunkte abgehen, Kursmarken mit Symbol und Aufgabe schreiben, Ausrüstungskiste verstecken und die Seilbrücke in Kniehöhe spannen, Kissen unterlegen.
  4. Lagerplatz herrichten: Planen, Schnur, Klammern und Isomatten am Lagerplatz stapeln, Truppflaggen aus Buntpapier rollen, Steinring für das Lagerfeuer mit Lichterkette legen.
  5. Expeditionsfest vorbereiten: Gabentisch mit Zwiebelbrot, Kräuterquark und Trailmixschalen decken, Puddingbecher kühlen, Abzeichen und Urkunden ausfüllen.

Einladung zur Expedition

Die Einladung ist selbst ein Expeditionsdokument: Ein Kraftpapierbogen wird zum Marschbefehl gefaltet, außen steht die Expeditionsnummer und das Abmarschdatum, innen stehen Datum, Uhrzeit und die Ausrüstungsliste für den Check: Trinkflasche, Sonnenhut, feste Schuhe. Als Hingucker klebt ein kleiner Kompassaufkleber oder ein Stück Juteband auf der Vorderseite.

Im Inneren steht eine Zeile für die Eltern: Alle Ausrüstung ist da, das Lager steht im Garten, feste Schuhe sind die beste Expeditionsausrüstung. Wer die Einladung digital verschickt, hängt eine Truppzuteilung an, die dann tatsächlich am Expeditionsbüro eingetauscht wird.

Die Antwort auf die Einladung ist der erste Check: Wer zusagt, bekommt beim Eintreffen seinen Ausweis mit dem eigenen Namen, und die Truppzuteilung aus der Einladung entscheidet das erste Marschziel. So beginnt die Expedition schon am Briefkasten.

Deko für das Lager

Die Deko baut das Lager: Das Planenzelt der Truppe dominiert den Platz, der Steinring mit roter und oranger Lichterkette ersetzt das Feuer, und der Baumstamm trägt Kompass, Fernglas und Feldflaschen als Expeditionsausrüstung. Am Expeditionsbüro steht das Zeichen aus Kraftpapier, und die Markierungsbänder leuchten an Bäumen und Schnüren.

Der Gabentisch ist das Expeditionsfest: In der Mitte steht die Zwiebelbrotschüssel mit Kräuterquark, um sie herum liegen die Trailmixschalen und die Truppflaschen mit Kraftpapieretikett, und der Pudding wartet abgedeckt mit Trauben. Alles wartet, bis die Notsignalübung abgeschlossen ist.

Für den Kurs hängt jede Kursmarke gut sichtbar auf Augenhöhe der Kinder, daneben steht ein kleiner Tisch mit Stempel und Stempelkissen. Jede Station bekommt ein Schild mit ihrem Symbol, das die Kinder auf dem Ausweis wiederfinden.

Spiele und Aktivitäten

Vier Stationen tragen die Expedition: Check, Bau, Kurs, Ernstfall - jede Station stempelt oder dokumentiert, niemand bleibt ohne Rolle.

Start1

Ausrüstungscheck im Expeditionsbüro

Der Ausrüstungscheck ist der Eröffnungsmoment: Am Expeditionsbüro aus einem Kartontisch mit Expeditionszeichen holt jedes Kind seinen Expeditionsausweis ab, auf dem Name, Trupp und Kursmarke stehen. Die Expeditionsleitung prüft wie bei einer echten Tour das Gepäck: Trinkflasche, Sonnenhut und Schuhe müssen sitzen, und wer besteht, bekommt die Truppliste seines Teams. Dann wählen die Kinder ihre Expeditionsrolle: Truppführer, Wegemesser, Ausrüster oder Protokollführer, und heften das passende Rollenschild an den Ausweis.

Zeit: ca. 15 Min.
Material: Expeditionsbüro aus Kartontisch, Expeditionsausweise, Rollenschilder, Trupplisten
Kern2

Lagerbau mit Knotenschule

Der Lagerbau ist die erste gemeinsame Arbeit: Jeder Trupp schlägt sein Planenzelt zwischen zwei Bäumen oder Zeltpfosten auf, spannt die Plane mit Wäscheklammern und dem gelernten Anschlag, und legt den Boden mit Isomatten aus. Vorher zeigt die Expeditionsleitung drei Knoten an der Knotenschule: den Anschlag für die Plane, den Kreuzknoten für die Schnur und den Schlingenknoten für den Knotenanhänger. Der bestgeknüpfte Anhänger wird am Ausweis getragen, und jedes fertige Lager wird mit der Truppflagge markiert.

Zeit: ca. 30 Min.
Material: Planen, Zeltpfosten oder Bäume, Schnur, Wäscheklammern, Isomatten, Knotenschule mit Übungsseilen, Truppflaggen
Kern3

Orientierungslauf über fünf Stationen

Der Orientierungslauf ist die Hauptexpedition: An fünf Ankerpunkten im Garten hängen Kursmarken mit Symbol und Aufgabe. Station eins verlangt das Peilen einer Richtung mit dem Kompass, Station zwei das Zählen von Schritten bis zum Baum, Station drei das Deuten einer Landmarke aus der Vogelperspektive, Station vier das Finden der versteckten Ausrüstungskiste und Station fünf das Kreuzen der Seilbrücke aus gespannten Schnüren. An jeder Station stempelt der Truppführer die Ausweise, und fünf Marken ergeben die Freigabe für das Notsignalabenteuer.

Zeit: ca. 35 Min. im Truppwechsel
Material: Fünf Kursmarken mit Aufgaben, Kompass pro Trupp, Schrittzählerkarte, Ausrüstungskiste, Seilbrücke aus Schnüren, Stempel
Final4

Notsignalübung und Expeditionsfest

Das Finale ist die Notsignalübung: Der Trupp findet einen vermissten Rucksack, legt mit Markierungsbändern und Steinen ein großes Signalzeichen auf der Wiese und meldet per Zurufcode die Fundposition an die Expeditionsleitung. Danach ertönt die Freigabe zum Expeditionsfest: Am Gabentisch warten das Zwiebelbrot, der Trailmix und der Expeditionspudding, und jeder vollgestempelte Ausweis wird mit dem Expeditionsabzeichen und der Urkunde belohnt. Zum Schluss zieht jeder Trupp seine Flagge ein und berichtet in einem Satz, was seine Expedition geschafft hat.

Zeit: ca. 40 Min.
Material: Vermisstenrucksack, Markierungsbänder, Gabentisch mit Expeditionsessen, Abzeichen, Urkunden

Essen und Getränke

Der Gabentisch ist das Expeditionsfest: Das Zwiebelbrot wird mit Kräuterquark gereicht, die Trailmixbar wird zu Truppbeuteln gemischt, und der Expeditionspudding sieht mit Krümeln und Trauben wie Waldboden mit Grundsteinen aus. Das Expeditionswasser läuft als Truppflasche mit Kraftpapieretikett durch den ganzen Nachmittag.

Schnell vorbereitet

Was kommt auf den Gabentisch?

  • Zwiebelbrot am Lagerfeuer: Ofenfrisches Zwiebelbrot in Stücken mit Kräuterquark in der Schüssel, als Stockbrotersatz vom Gartentisch
  • Trailmixbar: Nüsse, Rosinen, Brezeln und Schokodrops in separaten Schalen zum Selbermischen in Truppbeutel
  • Expeditionswasser: Wasserflaschen mit Kraftpapieretikett und Schnurhalsung, als Truppflaschen markiert
  • Lagerkrautsalat: Gurken und Tomaten in der Schüssel mit Gabeln aus Holz, als Beilage des Lagers
  • Expeditionspudding: Schokopudding in Bechern mit Krümeln als Waldboden und drei Trauben als Grundsteine

Die Regel lautet: Der Gabentisch öffnet erst nach der Notsignalübung - solange die Expedition läuft, reicht die Leitung Trinkflaschen an die Stationen.

Der Ablauf in 120 Minuten

Gesamtdauer 120 Minuten
Die Expedition führt vom Ausrüstungscheck über Lagerbau und Orientierungslauf durch die Notsignalübung bis zum Expeditionsfest.

15 Min.
Ankunft und Ausrüstungscheck Die ersten 15 Minuten sind das Einrichten: Jedes Kind holt am Expeditionsbüro Ausweis und Rollenschild ab, die Leitung prüft Flasche, Hut und Schuhe, und die Trupps werden zu zwei bis drei Teams eingeteilt. Mit der Truppliste marschiert die Gruppe zum Lagerplatz.
30 Min.
Lagerbau mit Knotenschule Von Minute 15 bis 45 wird gebaut: Die Leitung zeigt drei Knoten, jeder Trupp schlägt sein Planenzelt auf, legt den Boden aus und hisst die Truppflagge. Der Knotenanhänger aus der Schlingenübung wandert an den Ausweis.
35 Min.
Orientierungslauf über fünf Stationen Von Minute 45 bis 80 läuft jeder Trupp die fünf Stationen in eigener Reihenfolge: Peilen, Schritte zählen, Landmarke deuten, Kiste finden, Seilbrücke queren. Fünf Marken ergeben die Freigabe, wer früher fertig ist, hilft als Wegemesser an einer fremden Station.
20 Min.
Notsignalübung Gegen Minute 80 ruft die Leitung den Notfall aus: Der Trupp findet den Rucksack, legt das Signalzeichen auf der Wiese und meldet die Position per Zurufcode. Die Übung zählt als letzte Kursmarke.
20 Min.
Expeditionsfest am Gabentisch Die letzten 20 Minuten gehören dem Fest: Zwiebelbrot, Trailmix und Pudding werden geöffnet, die Abzeichen und Urkunden werden überreicht, und jeder Trupp zieht seine Flagge mit einem Expeditionsbericht ein.

Das brauchst du

Die Liste bleibt überschaubar: Planen, Schnur und Kraftpapier machen den größten Teil und kommen aus dem Haushalt, die Ausweise sind vorbereitet. In den Kosten stecken nur Expeditionsessen, Trailmixbar und Urkunden.

  • Expeditionsbüro aus Kartontisch mit ExpeditionszeichenSchild aus Kraftpapier, Expeditionsausweise aus Tonkarton mit drei bis fünf Markenfeldern, Rollenschilder für vier Rollen
  • Planen, Schnur und Zeltpfosten für den LagerbauEine Plane pro Trupp, Schnur auf Rollen, Wäscheklammern, Zeltpfosten oder zwei Bäume als Aufhängung, Isomatten als Boden
  • Knotenschule mit ÜbungsseilenEin Brett mit drei aufgezeichneten Knotenbildern und drei Übungsseilen, dazu Kraftpapierstreifen für den Knotenanhänger
  • Fünf Kursmarken für den OrientierungslaufJeweils Symbol, Aufgabe und Stempelplatz an Baum, Zaun, Bank, Beet und Terrassentür, dazu Kompass pro Trupp
  • Seilbrücke aus gespannten SchnürenZwei Schnüre zwischen Bäumen in Kniehöhe, Markierungsbänder als Haltegriffe, Kissen als Sturzraum
  • Ausrüstungskiste und VermisstenrucksackEine vergrabene oder versteckte Kiste mit Truppbelohnung, ein Rucksack für die Notsignalübung
  • Markierungsbänder und Steine für das SignalzeichenLeuchtstoffbänder und große Wiesensteinen zum Legen des Signalzeichens, Maßband für die Sichtprüfung
  • Truppflaggen und TrupplistenEine Flagge pro Trupp aus Buntpapier am Stock, Listen mit Rollenverteilung und Markenzählung
  • Expeditionsessen und GabentischZwiebelbrot, Kräuterquark, Trailmixzutaten, Gurken und Tomaten, Schokopudding mit Trauben, Wasserflaschen mit Kraftpapieretikett
  • Expeditionsabzeichen und UrkundenAbzeichen aus goldenem Karton oder Folie, Urkunde mit Name, Trupp und Markenanzahl, Stoffbeutel als Expeditionstasche

Mitgebsel

Das Mitgebsel kommt aus der Expedition: Ausweis, Knotenanhänger und Urkunde tragen jedes Kind als vollwertiges Truppmitglied nach Hause.

  • Vollgestempelter ExpeditionsausweisDer Ausweis mit allen Kursmarken und dem Rollenschild, zu Hause an den Schreibtisch gepinnt oder ins Sammelalbum gelegt.
  • Knotenanhänger aus der KnotenschuleDer selbst geknüpfte Anhänger aus Kraftpapierstreifen und Schlingenknoten, mit Karabiner am Rucksack befestigt.
  • Expeditionsurkunde mit Trupp und MarkenanzahlMit Datum, Name und der Anzahl der gelösten Stationen, von der Expeditionsleitung unterschrieben.
  • Stoffbeutel mit Minikompass und BindfadenWer zusätzlich etwas Kleines mitgeben möchte, legt einen Bleistiftkompass und einen Streifen Beutelbindfaden als Heimspiel für den eigenen Garten bei.

Varianten für jeden Anlass

Das Motto passt sich Ort, Alter und Anlass an - die Expedition bleibt, nur das Gelände wechselt.

OPTION 01

Nachtlager für ältere Expeditionen

Die Nachtlagervariante für 10 bis 12 Jahre verdunkelt das Lager mit dunklen Planen und hängt LED-Laternen als Lagerlicht: Der Orientierungslauf wird zur Taschenlampenexpedition, bei der jede Kursmarke nur mit gebündeltem Licht gefunden wird.

Zusätzlich bekommt jeder Trupp ein Funkprotokoll aus Kraftpapier: Vor jedem Stationwechsel meldet der Truppführer Position und Marschziel, was die Expedition ernsthaft strukturierbar macht und die älteren Kinder in ihre Rolle zieht.

OPTION 02

Parkexpedition für große Gruppen

Die Parkvariante verlegt den Kurs in einen angrenzenden Park oder eine Wiese: Die fünf Stationen liegen an sichtbaren Landmarken, die Truppe laufen im Sichtabstand mit Aufsicht, und der Lagerbau wird zum Sonnensegel an der Parkbank.

Für große Gruppen wird der Kurs verdoppelt: Zwei parallele Markensätze in zwei Farben, so laufen bis zu zwölf Kinder in vier Trupps, ohne sich an einer Station zu stauen.

OPTION 03

Kombination mit der Geocachingparty

Die Kombination verlängert die Expedition: Nach dem Expeditionsfest öffnet die Geocachingparty ihre Cacheboxen, der Expeditionsausweis wird einfach um eine Cacheseite erweitert, und die Trupps suchen als GPS- oder Kartenleseteam weiter.

Beide Partys teilen sich Trupps, Rollen und Markensystem, und am Ende entscheidet die Gruppe, welche Schatzsuche besser war: der Kurs im Garten oder die Cacheboxen in der Nachbarschaft - ein Doppelabenteuer für einen ganzen Tag.

Plan B für widrige Momente

Der Notfallplan
Die Entscheidungsregeln werden vor der Party mit allen Aufsichten besprochen, die Grundsätze gelten ohne Ausnahme.

Schnell entscheiden

Wenn ein Kind beim Check-in ohne Ausrüstung kommt Wenn ein Kind ohne Flasche oder Hut kommt, springt das Leihregal ein: Das Expeditionsbüro hält Ersatzflaschen und einen Ersatzhut bereit, der Ausweis wird mit einem Leihstempel markiert. Kein Kind beginnt die Expedition mit einem Minusgefühl, die Leihliste wird einfach am Ende zurückgegeben.
Wenn der Lagerbau zu schwer wird Wenn die Plane nicht spannt oder der Knoten nicht hält, wechselt der Trupp in die Leinenhilfe: Die Leitung hält die Plane, das Kind befestigt nur die Klammern, und der Lagerbau gilt trotzdem als geschafft. Die Knotenschule bleibt als Station erhalten, denn der Knotenanhänger gelingt unabhängig vom Zelt.
Wenn die Seilbrücke zu anspruchsvoll ist Wenn die Seilbrücke zu wackelig ist, wird sie zur Halteschnur: Die Schnur bleibt gespannt, aber das Queren läuft als Balancieren daneben mit Handgriff, und die Marke wird fürs Sicherführen vergeben. Wer nicht queren will, wird als Sicherungstrupp mit Kissen eingesetzt - jede Rolle bekommt die Marke.
Wenn die Zeit knapp wird Wenn die Zeit knapp wird, werden Station vier und fünf zusammengelegt: Die Ausrüstungskiste liegt an der Seilbrücke, und das Signalzeichen wird kleiner gelegt. Das Expeditionsfest bleibt immer vollständig, denn genau dieser Moment mit Abzeichen und Urkunde ist die Erinnerung des Tages.

Sicherheitsregeln

Bewegung und Raum

  • Stationen und Truppwege bleiben frei von Gartenwerkzeug und Beeten, die Seilbrücke bekommt Kissen als Sturzraum
  • Der Orientierungslauf läuft im Sichtabstand der Aufsicht, kein Trupp verlässt das Gelände
  • Markierungsbänder werden erst nach der Party entfernt, Schnüre bleiben in Kniehöhe und werden deutlich sichtbar markiert

Material und Natur

  • Kein echtes Feuer: Der Steinring trägt ausschließlich Lichterketten, Stockbrot wird durch Zwiebelbrot ersetzt
  • Werkzeug bleibt im Büro: Der Lagerbau arbeitet mit Schnur, Klammern und Händen
  • Pflanzen werden nicht beschädigt, die Kursmarken hängen an Bäumen mit Schutzunterlage

Essen und Wohlfühlen

  • Die Trailmixbar kennzeichnet Nüsse deutlich, Alternativen liegen separat bereit, wenn Allergien bekannt sind
  • Trinkpausen laufen über die Truppflaschen, die Leitung erinnert nach jeder Station
  • Wer bei der Expedition eine Pause braucht, sitzt im Lager als Lagerwächter - niemand muss weiterlaufen

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Diese drei Stolpersteine tauchen bei Survivalpartys am häufigsten auf, alle lassen sich in der Vorbereitung beheben.

  • Kurs ohne Landmarken: Wenn die fünf Stationen an zu ähnlichen Orten liegen, laufen alle Trupps kreuz und quer, und der Kurs kippt in Suchfrust. Die Ankerpunkte werden bewusst unterschiedlich gewählt: Baum, Zaun, Bank, Beet, Terrassentür. Jede Kursmarke zeigt zusätzlich ihr Symbol groß, und die Reihenfolge ist frei, damit sich Truppe nicht stauen.
  • Zu schwierige Knoten: Wenn der Lagerbau an einem komplizierten Knoten scheitert, verliert das Motto seinen Reiz, denn der Bau steht still. Die Knotenschule begrenzt bewusst auf drei einfache Knoten: Anschlag, Kreuzknoten, Schlingenknoten. Die Leitung hält die Plane, das Kind knüpft und klammert, und der Lagerbau gilt ab Truppflagge als geschafft - der Perfektionsdruck bleibt draußen.
  • Ernstfall ohne Ernst: Wenn die Notsignalübung als bloßer Vorwand wirkt, springen Zehnjährige nicht mehr mit. Die Übung bekommt echte Regeln: Der Rucksack wird richtig versteckt, das Signalzeichen wird mit dem Maßband auf Sichtgröße geprüft, und der Zurufcode muss laut wiederholt werden. Wer die Übung bestreitet, bekommt die letzte Kursmarke - und genau diese Ernsthaftigkeit macht den Reiz des Mottos aus.

Checkliste vor dem Start

Arbeite die Liste in drei Durchgängen ab: vor der Party, am Partytag und nach dem Abschied.

Vor der Party

Am Partytag

Nach der Party

Häufige Fragen

Für welches Alter passt die Survivalparty?

Der Plan ist für 8 bis 12 Jahre gebaut, weil Knoten, Kompasslesen und Lagerbau genau in diesem Alter ihren Reiz bekommen: Der Ausrüstungscheck gibt jedem Kind eine Aufgabe mit echtem Werkzeug, der Orientierungskurs verlangt Zielsuche mit Peilzeichen, und die Notsignalübung belohnt genaues Arbeiten. Zehn- bis Zwölfjährige übernehmen als Truppführer echte Verantwortung, Achtjährige arbeiten mit Bildkarten am selben Kurs.

Geht das ohne echtes Feuer und ohne Wald?

Ja, der Plan ist bewusst feuerfrei: Das Lagerfeuer ist ein Steinring mit einer roten und orangen Lichterkette, und das Stockbrot wird als Zwiebelbrot vom Gartentisch gereicht. Der Kurs funktioniert in jedem Garten oder Park mit fünf Ankerpunkten wie Baum, Zaun, Bank, Terrassentür und Beet: Wo kein Wald ist, liest der Trupp die Peilzeichen der eigenen Expeditionsleiterin statt des Kompassnordens.

Wie viel Vorbereitung ist wirklich nötig?

Etwa zweieinhalb Stunden, verteilt auf zwei Termine: Am Vortag werden Expeditionsbüro, Signaltafeln und Kurskarten vorbereitet, am Partytag dauert der Lagereinschlag mit den Kindern selbst Teil des Programms. Alles Material kommt aus dem Haushalt und dem Baumarktregal: Planen, Schnur, Wäscheklammern, Kompass aus dem Spielwarenregal. Die einzigen echten Ausgaben sind Leuchtmarkierungen und Zutaten für das Expeditionsessen.

Was, wenn ein Trupp nicht weiterkommt?

Jede Station hat ein Peilzeichenbackup: Die Expeditionsleitung hält pro Trupp eine Hilfskarte bereit, auf der das Ziel als Zeichnung und die Richtung als Pfeilfolge steht. Wer die Karte zieht, verliert keine Stempel, denn im Survivalplan zählt die Zielsuche als gemeinsam gelöst. Der Truppführer entscheidet, ob der Trupp weiterpeilt oder das Ziel als Kartenleser zu Ende führt.

Welche Mitgebsel passen zum Motto?

Der vollgestempelte Expeditionsausweis mit allen Kursmarken ist das Kernmitgebsel, dazu kommt der Knotenanhänger, den jedes Kind beim Lagerbau selbst geknüpft hat. Wer mehr geben möchte, packt eine Miniausgabe des Orientierungskurses mit Bleistiftkompass und einen Streifen Beutelbindfaden in einen Stoffbeutel mit Adressanhänger aus Kraftpapier.

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