Mottoparty-Guide
Kindergeburtstag Weltraum: Partyplan mit Missionspass, Trainingstationen und Raketenstart
Dein Kind möchte Astronautin werden, und der Geburtstag soll eine echte Raumfahrtmission sein. Sechs bis zehn Kinder zwischen fünf und zehn Jahren verwandeln euer Wohnzimmer in eine Missionskontrolle, trainieren an drei Stationen, bauen ihre eigenen Tragekartonraketen und starten gemeinsam zum Mond. Jedes Kind bekommt einen Missionspass, gehört zu einer Crew aus zwei oder drei Kindern und übernimmt eine Rolle: Pilotin, Navigator oder Bordingenieur.
Die Party dauert drei Stunden und arbeitet ohne Rangliste. Der Höhepunkt ist der Raketenstart mit Mondlandefest: Das Geburtstagskind ruft den Countdown, alle zählen gemeinsam, und jede Crew landet ihre Rakete sanft auf der Monddecke. Dort stecken sie ihre Flaggen auf und erzählen, was sie entdeckt haben. Am Ende gibt es für alle die Astronautenurkunde mit Stempel.
Die Mission braucht eine Trainingsecke, eine Kartonrakete als Kulisse und eine Mondlandeecke mit Decke und Kissen.
Die Party auf einen Blick
Warum das Motto funktioniert
Die Weltraumparty verbindet Basteln, Bewegung und gemeinsames Erleben in einem Nachmittag, der ohne Technik und ohne Wettbewerb auskommt. Jedes Kind baut seine eigene Rakete, übernimmt eine Rolle in der Crew und erlebt den Start als gemeinsames Ereignis. Die Mission arbeitet mit Material aus dem Haushalt: Kartons werden zu Raketen, Decken zu Mondoberflächen, und das Steuerpult entsteht aus Zeitungen und Farbkarton.
Kinder zwischen fünf und zehn Jahren können die Stationen in ihrem eigenen Tempo durchlaufen, weil keine Zeitmessung läuft und jede Crew ihre Aufgaben selbst verteilt. Wer lieber beobachtet als bastelt, darf Navigator sein und die Geschichtekarten vorlesen. Wer gern baut, übernimmt die Raketenwerkstatt. Die Rollen sind gleichwertig, und der Countdown gehört allen.
Vorbereitung
Die Vorbereitung beginnt mit dem Missionscheck und endet am Partytag mit dem Aufbau der Mondlandeecke.
- Beim Missionscheck gehst du die Raumecken ab und legst fest: Wo steht die Rakete als Kulisse, wo liegen die drei Trainingstationen, wo bekommt die Mondlandeecke ihren Platz. Der Plan bleibt bei den Begleitpersonen, damit die Mission den ganzen Nachmittag gleich funktioniert.
- Die Kartonrakete baust du als Kulisse: einen großen Karton mit Silberpapier bekleben, ein Fenster ausschneiden lassen oder aufmalen, ein Kontroltpult daneben stellen. Die Rakete bleibt zu, niemand steigt ein; sie wird bemalt und bewundert, nicht bestiegen.
- Die Missionspässe schreibst du aus: Name des Kindes, ein Feld für den Crewnamen und ein Stempelfeld für die Startzeremonie. Die Pässe liegen am Ankommenstisch bereit.
- Die Mondlandeecke baust du auf: eine Decke als Mondoberfläche, Kissen als Landekissen, Sternbilder aus Papier an der Wand. Alles liegt griffbereit, nichts wird hoch gestapelt; der Mond wird vorbereitet, nicht erklommen.
- Bevor die Gäste kommen, gehst du mit den Begleitpersonen den Bodenplan durch: Welche Begleitperson die Station übernimmt, wer auf die Raketenkulisse achtet, wohin eine Crew bei einer Pause geht, ist abgesprochen.
Einladung
Die Einladung kündigt die Mission an und erklärt, was die Kinder erwartet.
Das muss hinein
- Datum, Uhrzeit und Adresse der Missionskontrolle
- Das Motto: Kindergeburtstag als Raumfahrtmission mit Trainingstationen, Raketenstart und Mondlandefest
- Was die Kinder anziehen sollen: bequeme Kleidung, in der sie basteln und sich bewegen können, und feste Schuhe für den Garten, falls der Start draußen stattfindet
- Die Abholzeit nach drei Stunden, und die Bitte, Allergien und Unverträglichkeiten vorher zu melden
Deko mit wenigen Mitteln
Die Dekoration verwandelt das Wohnzimmer in eine Missionskontrolle. Die Kartonrakete steht als Kulisse in einer Ecke, beklebt mit Silberpapier und bemalt mit Sternen. Daneben liegt das Steuerpult aus Karton mit Papierschaltern, die die Kinder später drücken dürfen. An der Wand hängen Sternbilder aus Farbkarton, auf dem Boden liegt die Monddecke mit Kissen als Landekissen.
Auf dem Ankommenstisch liegen die Missionspässe bereit, daneben stehen die Crewausweise: Pilotin, Navigator, Bordingenieurin. Die Crewtafeln an der Wand zeigen die Namen der Kinder, sobald die Crews feststehen. Alles bleibt griffbereit und bodennah; nichts wird an die Decke gehängt, was herunterfallen könnte.
Aktivitäten
Die Mission läuft in sechs Abschnitten ab: Ankommen mit Missionspass, Aufwärmspiele im Sternenkreis, Trainingstationen mit drei Stationen, Treibstoffpause, Raketenstart mit Mondlandefest und Astronautenurkunde mit Rückkehr. Zwei Begleitpersonen teilen sich die Aufsicht, wie im Sicherheitsabschnitt beschrieben.
Ankommen und Missionspass
Jedes Kind bekommt am Ankommenstisch seinen Missionspass: ein Bogen aus Pappe mit dem eigenen Namen, einem Feld für den Crewnamen und einem Stempelfeld für die Startzeremonie. Das Geburtstagskind als Missionsleitung begrüßt jedes Kind und erklärt, dass alle zusammen eine Crew bilden, die zum Mond fliegt.
Sobald alle da sind, werden die Crews gebildet. Jede Crew besteht aus zwei oder drei Kindern und bekommt einen Namen: Mondfalter, Sternschnuppe oder Orbitkreis. Die Kinder wählen ihre Rollen: Pilotin, Navigator oder Bordingenieurin. Die Crewausweise werden verteilt, die Namen an die Crewtafel geschrieben.
Die Missionspässe bleiben bei den Kindern, bis die Treibstoffpause beginnt. Dann ruhen sie in der Passschale, damit Essen und Pässe getrennt bleiben. Das ist die Missionsregel, die das Geburtstagskind erklärt.
Aufwärmspiele im Sternenkreis
Im Sternenkreis wärmen sich alle auf. Das Gravitationsspiel beginnt: Ein Ball wird im Kreis gehalten, ohne den Boden zu berühren. Jedes Kind darf einmal antippen, dann wandert der Ball weiter. Wer möchte, ruft dabei seinen Crewnamen.
Beim Countdownspiel zählen alle gemeinsam von zehn auf null und machen bei jeder Zahl eine Bewegung: bei zehn die Arme hoch, bei fünf in die Hocke, bei null ein Sprung. Das Geburtstagskind gibt die Bewegungen vor, die anderen machen mit.
Die Orbitrunde schließt die Aufwärmphase: Alle gehen einmal im Kreis herum, langsam wie im Weltall schwebend. Wer möchte, summt dabei leise. Dann geht es zu den Trainingstationen.
Trainingstationen mit drei Stationen
Die drei Trainingstationen liegen am Trainingsplan bereit. Jede Crew startet an einer anderen Station und wechselt nach etwa zehn bis zwölf Minuten zur nächsten. Eine Begleitperson begleitet den Wechsel und zählt die Crews durch.
In der Raketenwerkstatt baut jedes Kind seine eigene Tragekartonrakete: Ein Tragekarton wird mit Silberpapier beklebt, Sterne aus Farbkarton aufgeklebt, und zwei Wollschlingen werden als Tragegriffe befestigt. Die Raketen bleiben leicht genug, dass die Kinder sie später tragen können. Wer fertig ist, darf seine Rakete bemalen oder weitere Sterne aufkleben.
Im Mondlabor liegen Stoffbeutel mit Tastmaterial bereit: Wollreste, kleine Steine, Muscheln oder Knöpfe. Jedes Kind greift nacheinander in einen Beutel und beschreibt, was es fühlt, ohne hineinzuschauen. Die anderen raten mit. Das Spiel trainiert die Sinne für die Mondlandung, bei der die Crews ihre Umgebung erkunden werden.
In der Sternenwarte liegen Papiersterne auf der Tischfläche, dazu Geschichtekarten mit kurzen Sätzen: 'Auf dem Mond gibt es keine Luft', 'Sterne leuchten auch am Tag', 'Die Erde dreht sich um die Sonne'. Jedes Kind darf eine Karte vorlesen, dann legt die Crew gemeinsam die Sterne zu einem eigenen Sternbild. Die Navigatoren übernehmen oft das Vorlesen, die Pilotinnen das Legen.
Treibstoffpause
Nach den Trainingstationen ruhen die Missionspässe in der Passschale, und alle setzen sich an den Pausentisch. Dort stehen kleine Brötchen, Apfelringe, Trockenobst und Trauben bereit, dazu Wasser im Krug als Treibstoff. Gegessen wird sitzend, die Hände sind vorher gewaschen.
Während der Pause erklärt das Geburtstagskind die Startaufgaben: Jede Crew bekommt eine Rolle beim Raketenstart. Eine Crew drückt die Schalter am Steuerpult, eine andere hält die Landekarte bereit, und die übrigen Crews zählen den Countdown laut mit. Alle Aufgaben sind gleichwertig, keine ist wichtiger als die andere.
Wer fertig gegessen hat, darf seinen Missionspass aus der Schale holen und weitermalen. Die Pause endet, wenn alle bereit sind für den Start.
Raketenstart mit Mondlandefest als Höhepunkt
Der Raketenstart ist der Höhepunkt der Mission. Alle Crews stehen mit ihren Tragekartonraketen bereit, das Geburtstagskind als Missionsleitung ruft den Countdown von zehn auf null. Bei jeder Zahl machen alle eine Bewegung: bei zehn die Arme hoch, bei fünf in die Hocke, bei null ein Sprung.
Während des Countdowns erfüllt jede Crew ihre Startaufgabe: Eine Crew drückt die Schalter am Steuerpult aus Papier und Zeitungen, eine andere hält die Landekarte bereit und zeigt auf den Mond, die übrigen Crews zählen laut mit. Alle rufen gemeinsam 'Start!', dann tragen die Kinder ihre Raketen zur Mondlandeecke.
Auf der Monddecke landen die Raketen sanft. Jede Crew legt ihre Rakete auf ein Landekissen, steckt ihre Crewflagge aus Papier auf und erzählt, was sie auf dem Mond entdeckt hat. Manche Crews finden Sternstaub, andere einen Krater oder eine Mondfee. Es gibt keine Rangliste, keine Zeitmessung, keine Wertung.
Das Mondlandefest schließt mit einer großen Orbitrunde: Alle gehen einmal um die Monddecke herum, langsam wie im Weltall schwebend, und summen dabei leise. Dann tragen die Crews ihre Raketen gemeinsam zurück zur Missionskontrolle.
Astronautenurkunde und Rückkehr
Im Sternenkreis versammeln sich alle zur Astronautenurkunde. Das Geburtstagskind überreicht jedem Kind seine Urkunde mit Stempel und drückt ihm die Hand. Die Urkunden bestätigen, dass alle die Mission erfolgreich absolviert haben.
Die Missionspässe werden abgestempelt und dürfen weiter bemalt werden. Wer möchte, klebt noch Sterne auf oder schreibt seinen Crewnamen dazu. Die Tragekartonraketen stehen bereit zum Mitnehmen.
Die Rückkehr zur Erde wird gemeinsam gefeiert: Alle legen ihre Raketen in eine Reihe, das Geburtstagskind bedankt sich bei allen Crews, und die Begleitpersonen räumen zusammen mit den Kindern die Mondlandeecke auf. Die Decke wird zusammengelegt, die Kissen gestapelt, die Crewflaggen eingesammelt.
Treibstoffpause
Die Treibstoffpause findet nach den Trainingstationen am Pausentisch statt.
Was kommt auf den Tisch?
- Kleine Brötchen, Apfelringe, Trockenobst und Trauben stehen bereit, dazu Wasser im Krug als Treibstoff.
- Gegessen wird sitzend am Tisch; die Missionspässe ruhen vorher in der Passschale, damit Essen und Pässe getrennt bleiben.
- Zum Trinken gibt es gemeinsame Pausen vor dem Raketenstart und danach; bei Bedarf können die Kinder jederzeit trinken. Wer möchte, ergänzt eine Torte zur Mondlandefeier, sie ist kein Planbestandteil.
Der Ablauf
Die Timeline zeigt den Ablauf der dreistündigen Mission vom Ankommen bis zur Abholung.
Das brauchst du
Das meiste Material kommt aus dem Haushalt; nur Missionspässe, Urkunden und Sternaufkleber werden neu besorgt.
- Rakete: Großer Karton als Kulisse, Silberpapier, Farbkarton für Sterne, Steuerpult aus ZeitungenAlternative: Statt Silberpapier kannst du Alufolie aus der Küche oder grauen Farbkarton verwenden; beides beklebt gleich gut.
- Für die Stationen: Tragekartons, Silberpapier, Wollreste, Stoffbeutel mit Tastmaterial, Papiersterne, GeschichtekartenAlternative: Statt Tragekartons tun es Getränkekartons, die an zwei Wollschlingen getragen werden.
- Für die Mondlandeecke: Decke als Mondoberfläche, Kissen als Landekissen, Crewflaggen aus PapierAlternative: Statt Tastmaterial in Beuteln kannst du kleine Haushaltsgegenstände in einer Kiste sammeln und mit einem Tuch abdecken.
- Für die Pässe: Bögen aus Pappe, Stempel, Schreibstifte, CrewausweiseAlternative: Statt Papiersternen kannst du aus Karton Kreise ausstanzen, die die Kinder selbst bemalen.
- Für die Pause: kleine Brötchen, Apfelringe, Trockenobst, Trauben und Wasser am PausentischAlternative: Statt Crewflaggen kannst du bemalte Zettel an Wollstöcken befestigen oder starke Sticker auf die Schulter kleben.
Mitgebsel
Nach Hause gehen bei jedem Kind zwei Dinge, die es während der Mission selbst gestaltet oder erhalten hat.
- Die Astronautenurkunde mit StempelDie Astronautenurkunde mit Stempel bestätigt, dass das Kind die Mission erfolgreich absolviert hat. Sie wird vom Geburtstagskind überreicht und darf zu Hause aufgehängt werden.
- Die Tragekartonrakete vom BastelnDie Tragekartonrakete vom Basteln ist mit Silberpapier beklebt, mit Sternen verziert und trägt die Handschrift des Kindes. Sie kann zu Hause weiterbemalt oder als Erinnerung aufbewahrt werden.
Wo feiern?
Die Weltraumparty funktioniert in verschiedenen Räumen; entscheidend sind die Trainingsecke, die Raketenkulisse und die Mondlandeecke.
Wohnzimmer als Missionskontrolle
Das Wohnzimmer wird zur Missionskontrolle: Die Kartonrakete steht als Kulisse in einer Ecke, die drei Trainingstationen liegen auf dem Boden verteilt, und die Mondlandeecke mit Decke und Kissen bekommt ihren Platz am Fenster. Der Pausentisch steht im Esszimmer oder in der Küche.
Wie viel Platz du brauchst und ob die Möbel zur Seite gerückt werden müssen, klärst du beim Missionscheck. Beim Gastgeber erfragst du vorher, ob die Raketenkulisse stehen bleiben darf oder nach der Party wieder abgebaut werden muss.
Garten mit Startplatz und Mondlandeecke
Der Garten bietet Platz für den Startplatz und die Mondlandeecke: Die Crews tragen ihre Raketen über die Wiese zur Monddecke, die auf einer ebenen Fläche ausgebreitet liegt. Der Countdown läuft bei Tageslicht, und die Crewflaggen werden im Gras aufgesteckt.
Ob der Start draußen stattfinden darf und wie groß die Fläche sein muss, klärst du beim Gastgeber. Erfrage vorher auch, ob eine Begleitperson den Gartenbereich absichert und ob die Kinder feste Schuhe mitbringen sollen.
Gemeinschaftsraum mit Trainingsfläche
Ein Gemeinschaftsraum mit Trainingsfläche eignet sich für grössere Gruppen: Die Stationen liegen weiter auseinander, jede Crew hat mehr Platz zum Basteln, und die Mondlandeecke kann großzügiger aufgebaut werden. Der Sternenkreis für die Aufwärmspiele braucht eine freie Bodenfläche ohne Stolperfallen.
Beim Anbieter erfragst du vorher, ob der Raum für drei Stunden gebucht werden kann, ob Tische und Stühle vorhanden sind und ob die Dekoration an den Wänden befestigt werden darf. Kläre auch, ob eine zweite Begleitperson erforderlich ist.
Plan B und Sicherheit
Der Notfallplan
Zwei Situationen können den Ablauf verändern; für beide gibt es einen Notfallplan, der die Sicherheitsregeln nicht verändert.
Schnell entscheiden
Rakete bleibt Kulisse
Die Kartonrakete ist eine geschlossene Kulisse, in die niemand hineinsteigt und auf die niemand klettert. Sie wird bemalt, beklebt und bewundert, aber nicht bestiegen. Das Fenster ist aufgemalt oder ausgeschnitten, aber so klein, dass kein Kind hindurchpasst. Das Kontroltpult daneben besteht aus Karton und Papier, nichts ist schwer genug, um beim Umfallen zu verletzen.
Die Doppelbesetzung bei der Aufsicht ist verbindlich: Eine Begleitperson bleibt bei den Trainingstationen und begleitet die Crews beim Stationswechsel, die andere Begleitperson passt auf die Raketenkulisse auf und greift ein, sobald ein Kind versucht zu klettern. Beide Begleitpersonen haben Sichtkontakt und einen abgesprochenen Treffpunkt, falls eine Crew eine Pause braucht. Der Countdown läuft bei Tageslicht, nie im Dunkeln, damit alle Kinder sehen, wohin sie ihre Raketen tragen.
Basteln und Boden
Beim Basteln und auf dem Boden gibt es klare Regeln: Kleinteile wie Sternaufkleber und Crewflaggen kommen nicht in den Mund, kleine Geschwister bleiben weg von den Trainingstationen. Das Tastmaterial im Mondlabor besteht aus ungefährlichen Haushaltsgegenständen ohne scharfe Kanten; vor dem Spiel wird erklärt, dass nichts in den Mund genommen wird. Die Wollschlingen an den Tragekartonraketen sind fest verknotet, damit sie beim Tragen nicht abrutschen.
Die Mondlandeecke liegt auf einer ebenen Fläche ohne Stolperfallen; die Decke ist so ausgebreitet, dass keine Kanten hochstehen. Die Kissen sind weich genug, dass niemand sich beim Hinlegen verletzt, aber fest genug, dass die Raketen darauf stehen bleiben. Vor dem Start wird erklärt, dass die Raketen sanft abgelegt werden, nicht geworfen.
Stationen und Treffpunkt
An den Stationen und beim Treffpunkt gilt: Jede Crew arbeitet in ihrem eigenen Tempo, keine Zeitmessung drängt. Wer eine Pause braucht, meldet sich bei einer Begleitperson und geht zum abgesprochenen Treffpunkt. Dort stehen Wasser und ein Stuhl bereit. Die Crew wartet, bis das Kind zurückkommt, oder eine Begleitperson übernimmt vorübergehend die Rolle.
Allergien und Unverträglichkeiten sind vor der Party mit den Familien geklärt; Auch an Händewaschen vor dem Essen ist gedacht, weil Karton, Kleber und Tastmaterial an den Fingern waren. Das Wasser ist das Getränk der Mission; die Rakete bleibt Kulisse und wird nicht bestiegen, auch nicht für Fotos.
Häufige Fehler vermeiden
Klassische Stolperfallen
Deine Checkliste
Wenn die Liste abgehakt ist, startet die Mission; wo etwas fehlt, hilft die Alternative aus der Materialliste weiter.
Ein bis zwei Tage vorher
Am Tag
Häufige Fragen
Ab welchem Alter macht die Weltraumparty Spaß?
Die Weltraumparty ist für Kinder zwischen fünf und zehn Jahren gedacht. Fünfjährige können die Trainingstationen mit Unterstützung durchlaufen, ihre Raketen basteln und beim Countdown mitmachen. Zehnjährige übernehmen gern die Navigatorrolle, lesen die Geschichtekarten vor und helfen jüngeren Kindern beim Basteln.
An den Stationen gibt es keine Zeitmessung; jede Crew bestimmt ihr Tempo selbst. Wer lieber beobachtet als bastelt, darf eine Rolle übernehmen, die weniger Handarbeit braucht. Die Aufwärmspiele im Sternenkreis und der Raketenstart funktionieren für alle Altersstufen gleich gut.
Bauen wir eine echte Rakete, in die Kinder steigen können?
Nein, die große Kartonrakete ist eine geschlossene Kulisse, in die niemand hineinsteigt. Sie wird mit Silberpapier beklebt, mit Sternen bemalt und bewundert, aber nicht bestiegen. Das Fenster ist aufgemalt oder so klein ausgeschnitten, dass kein Kind hindurchpasst.
Die Kinder basteln ihre eigenen Tragekartonraketen, die sie beim Raketenstart tragen. Diese Raketen sind leicht genug, dass auch fünfjährige Kinder sie halten können, und werden an zwei Wollschlingen getragen. Die große Rakete bleibt Kulisse und steht neben dem Kontroltpult.
Brauchen wir echte Technik oder Apps für die Mission?
Nein, die Mission kommt ohne Technik, Apps und Bildschirme aus. Das Steuerpult besteht aus Karton und Papier, die Schalter sind aufgemalt, und die Landekarte ist aus Zeitungen gebastelt. Die Geschichtekarten in der Sternenwarte sind aus Papier, und der Countdown wird gemeinsam gerufen, nicht von einem Gerät abgespielt.
Die Kinder erleben die Mission durch Basteln, Tasten, Vorlesen und gemeinsames Zählen. Die Trainingstationen brauchen nur Material aus dem Haushalt: Kartons, Silberpapier, Stoffbeutel, Wollreste und Farbkarton.
Wie funktioniert der Raketenstart ohne Wettbewerb?
Der Raketenstart ist ein gemeinsames Ereignis ohne Rangliste. Jede Crew erfüllt ihre Startaufgabe: Eine Crew drückt die Schalter am Steuerpult, eine andere hält die Landekarte bereit, die übrigen Crews zählen laut mit. Alle Aufgaben sind gleichwertig, keine ist wichtiger als die andere.
Der Countdown gehört allen: Das Geburtstagskind ruft die Zahlen, alle zählen gemeinsam, und bei null rufen alle 'Start!'. Die Crews tragen ihre Raketen zur Mondlandeecke, legen sie sanft auf die Landekissen und stecken ihre Flaggen auf. Es gibt keine Zeitmessung, keine Punkte, keine Gewinner. Jede Crew erzählt, was sie auf dem Mond entdeckt hat, und alle hören zu.
Was passiert, wenn ein Kind Angst vor dem Countdown hat?
Wenn ein Kind die lauten Zahlen oder den Sprung bei null nicht mag, bietest du ihm eine andere Rolle an: Es darf die Landekarte halten, leise mitzählen oder die Crewflagge tragen. Der Countdown läuft weiter, aber das Kind muss nicht laut mitrufen oder springen.
Falls mehrere Kinder unsicher sind, machst du vorher eine Proberunde ohne Sprung, nur mit leisem Zählen. Die Crews passen ihr Tempo an, und der Start bleibt ein gemeinsames Ereignis ohne Druck. Wer möchte, darf auch nur zuschauen und klatschen, wenn die anderen starten.
Was kostet die Weltraumparty?
Der Kostenrahmen liegt meist zwischen zehn und zwanzig Euro je Gruppe, wenn Kartons, Decken und Bastelmaterial aus dem Haushalt kommen. Der Großteil entfällt auf das Pausenfutter, der Rest auf Missionspässe, Urkunden, Sternaufkleber und Silberkarton.
Den verbindlichen Betrag kennt nur dein eigener Einkauf, weil kein Anbieterpreis im Spiel ist. Was es verteuert: Raumfahrtdeko, die pro Kind neu angeschafft wird. Was es billiger macht: Kartons vom Markt, alte Bettlaken als Sternenhimmel, Leuchtpunkte aus Papier statt gekaufter Aufkleber.
Muss der Start im Garten stattfinden?
Nein, der Raketenstart kann auch drinnen stattfinden. Die Crews tragen ihre Raketen zur Mondlandeecke im Wohnzimmer, legen sie auf die Landekissen und stecken ihre Flaggen auf. Der Countdown läuft bei voller Raumbeleuchtung, und die Monddecke liegt auf einer ebenen Fläche ohne Stolperfallen.
Wenn der Garten zur Verfügung steht und das Wetter passt, bietet er mehr Platz für die Mondlandeecke. Ob der Start draußen stattfinden darf und wie groß die Fläche sein muss, klärst du beim Missionscheck. Die Kinder brauchen dann feste Schuhe, und eine Begleitperson sichert den Gartenbereich ab.
Welche Sachen dürfen die Crewkinder mitnehmen?
Zwei Dinge wandern in die Taschen: die Astronautenurkunde mit Stempel und die selbstgebastelte Tragekartonrakete. Die Urkunde bestätigt, dass das Kind die Mission erfolgreich absolviert hat, und wird vom Geburtstagskind überreicht. Die Rakete ist mit Silberpapier beklebt, mit Sternen verziert und trägt die Handschrift des Kindes.
Der Missionspass darf ebenfalls mitgenommen werden, wenn das Kind ihn behalten möchte. Manche Kinder kleben ihn zu Hause in ein Album, andere hängen ihn neben die Urkunde an die Wand.