Mottoparty-Guide
Kindergeburtstag im Museum: Partyplan mit Entdeckerrallye, Werkstattrunde und Partyraum
Ein Kindergeburtstag im Museum verwandelt die Ausstellung in einen Entdeckerspielplatz: Kinder zwischen 6 und 12 Jahren ziehen in kleinen Teams durch die Räume, suchen Exponate für ihre Rallyekarten, zeichnen ihre Lieblingsmotive und bauen in der Werkstattrunde eigene kleine Kunstwerke. Drei Stunden lang erleben sie das Museum als Forschungsstation, in der jedes Team seine eigene Route wählt, niemand gegen die Uhr läuft und am Ende alle ihre Arbeiten in einer gemeinsamen kleine Ausstellung zeigen.
Der Plan funktioniert in jedem Museum mit Kindergeburtstagsangebot: Ein Partyraum oder Cafebereich für die Pause, Ausstellungsrunden für die Rallye, eine Werkstatt oder Museumskoje für die Kreativrunde. Die Rallye arbeitet nur mit Anschauen, Suchen und Zeichnen, alle Exponate bleiben unberührt, und jedes Team läuft mit mindestens einer Begleitperson durch die Räume.
Der Guide zeigt dir Schritt für Schritt, wie du die Rallye baust, welche Fragen du vor der Buchung klärst und wie der Ablauf vom Ankommen bis zur Urkundenzeremonie läuft.
Die Party auf einen Blick
Warum das Motto funktioniert
Die Museumsrallye holt Kinder dort ab, wo Neugier und Bewegungsdrang zusammentreffen: Sie dürfen durch Räume streifen, Exponate entdecken und ihre Funde auf Rallyekarten festhalten, ohne dass jemand still sitzen oder lange Texte lesen muss. Jedes Team wählt seine Route selbst, entscheidet, welches Exponat es zeichnet, und arbeitet in seinem eigenen Tempo. Die Werkstattrunde gibt den Händen etwas zu tun, die Lieblingsexponatshow macht jedes Kind zum Ausstellungsmacher, und am Ende nehmen alle ein selbst gebautes Exponat mit nach Hause.
Für Eltern ist der Plan ein Geschenk: Das Museum stellt Räume, Aufsicht und oft auch Werkstattmaterial bereit, die Rallye braucht nur Rallyekarten und Buntstifte, und die Gruppe bleibt die ganze Zeit in einem geschützten Rahmen. Kein Wetter kann dazwischenfunken, kein Kind muss draußen frieren, und die Pause im Partyraum gibt allen Zeit zum Durchatmen. Die Buchung klärt mit einem Anruf alle Fragen, und der Ablauf steht fest, bevor die erste Einladung rausgeht.
Vorbereitung
Die Vorbereitung beginnt mit der Buchungsfrage und endet am Partytag mit dem Einrichten des Partyraums.
- Die Buchungsfrage klärst du früh: Bietet das Museum Kindergeburtstage mit Rallye und Partyraum an, gibt es eine feste Uhrzeit und Dauer, wie viele Erwachsene müssen mit, und wie läuft die Pause. Diese Frage steht im Plan als erster Schritt, weil alle anderen Schritte von der Antwort abhängen.
- Die Rallyekarten baust du mit dem Museum zusammen oder selbst: Drei bis vier Suchaufträge pro Team (Finde das größte Tier der Ausstellung, Zeichne dein Lieblingsexponat, Zähle die Bilderrahmen in einem Raum), jeweils mit Zeichnen statt Anfassen.
- Die Begleitpersonen weist du ein: Wer begleitet welches Team durch die Ausstellung, wer bleibt am Partyraum, und der Treffpunkt bei Verhalten oder verlorenem Kind ist abgesprochen. Die Museumsregeln erklären die Begleitpersonen den Kindern noch einmal vor der Rallye.
- Die Urkunden und Entdeckerbadges schreibst du aus: Name des Kindes, Museumsname, Datum. Die Badges liegen am Ankommenstisch, die Urkunden kommen erst zum Finale in die Tasche.
- Am Partytag kommst du mit den Begleitpersonen früh an: Partyraum einrichten, Pausenverpflegung abstellen, Rallyekarten und Buntstifte am Treffpunkt bereitlegen, Treffpunkt mit dem Museum abstimmen.
Einladung
Die Einladung nennt Ort, Uhrzeit, Dauer und was die Kinder mitbringen sollen.
Das muss hinein
- Museumsname und Treffpunkt (Foyer oder Eingangsbereich), Startzeit und Endzeit mit Abholzeit
- Was die Kinder brauchen: bequeme Schuhe für die Ausstellungsrunde, Buntstifte für die Rallyekarten, wenn das Museum keine stellt
- Allergien und Unverträglichkeiten bitte vor der Party melden, wenn Eigenverpflegung geplant ist
- Abholzeit verbindlich, damit alle Kinder pünktlich abgeholt werden und der Partyraum rechtzeitig geräumt ist
Deko mit wenigen Mitteln
Die Deko im Partyraum bleibt dezent: Ein Tischtuch in einer ruhigen Farbe, eine Girlande über dem Partytisch, Servietten in der Lieblingsfarbe des Geburtstagskinds. Auf dem Tisch liegen die Rallyekarten und Buntstifte bereit, an den Wänden hängen Pinnwände oder eine Wäscheleine für die spätere kleine Ausstellung. Die Entdeckerbadges liegen am Ankommenstisch, die Urkunden kommen erst zum Finale auf den Tisch.
Viele Museen erlauben keine eigene Deko in den Ausstellungsräumen, das klärst du in der Buchungsfrage. Im Partyraum oder Cafebereich darfst du meist schmücken, solange nichts an die Wände geklebt wird und alles nach der Party wieder abgebaut ist. Die Werkstücke der Kinder werden später selbst zur Deko: Sie hängen an den Ausstellungswänden und machen den Raum zur Kindergalerie.
Aktivitäten
Die Party gliedert sich in sieben Abschnitte: Ankommen am Treffpunkt, Rallyebriefing mit Museumsregeln, Rallyerunde durch die Ausstellung, Pause im Partyraum, Werkstattrunde, Lieblingsexponatshow am Partytisch und Urkunden mit Badges. Jedes Team läuft mit mindestens einer Begleitperson durch die Ausstellung, die genaue Anzahl der Erwachsenen klärt die Buchungsfrage mit dem Museum.
Ankommen am Treffpunkt
Die Kinder kommen am Treffpunkt im Museumsfoyer oder Eingangsbereich an, das Geburtstagskind begrüßt als Ausstellungschef jedes Kind und verteilt die Entdeckerbadges mit Name und Datum. Auf einem Tisch liegen die Rallyekarten mit den Teamnamen bereit, daneben ein Merkzettel mit den drei wichtigsten Museumsregeln: Exponate bleiben unberührt, leise sprechen, in Begleitung bleiben.
Die Begleitpersonen stellen sich vor, jedes Kind erfährt, welches Team es begleitet, und die Gruppen sortieren sich. Das Geburtstagskind erklärt kurz, was in den nächsten drei Stunden passiert: Rallye durch die Ausstellung, Pause mit Essen, Werkstattrunde, Show am Partytisch. Die Rallyeuhr liegt beim Geburtstagskind, es trägt sie sichtbar am Handgelenk und gibt später das Signal zum Wechsel.
Rallyebriefing mit Museumsregeln
Vor der ersten Ausstellungsrunde versammeln sich alle Teams im Eingangsbereich der Ausstellung, das Geburtstagskind startet das Rallyebriefing: Jedes Team bekommt seine Rallyekarte mit drei Suchaufträgen, einen Ausstellungsplan mit der Route und eine kurze Einweisung. Die Aufträge funktionieren nur mit Anschauen und Zeichnen, niemand fasst Exponate an, niemand rennt durch die Räume.
Die Begleitpersonen erklären die Route: Welche Räume gehören zur Rallye, wo sind Treppen oder enge Stellen, und wo ist der Treffpunkt, falls ein Kind den Anschluss verliert. Das Geburtstagskind startet die Teams nacheinander mit ein paar Sekunden Abstand, damit sich die Gruppen in der Ausstellung verteilen und nicht alle vor demselben Exponat stehen. Die Rallyeuhr zeigt die Zeit, nach der alle Teams wieder am Partyraum zusammenkommen.
Rallyerunde durch die Ausstellung
Die Teams ziehen durch die Ausstellungsräume, jedes in seinem eigenen Tempo: Ein Team sucht das größte Tier der Ausstellung, ein anderes zählt die Bilderrahmen in einem bestimmten Raum, ein drittes zeichnet sein Lieblingsexponat. Die Rallyekarten geben die Aufträge vor, die Kinder entscheiden selbst, welches Exponat sie für welchen Auftrag wählen. Die Buntstifte liegen auf den Klemmbretten, die Zeichnungen entstehen direkt vor den Exponaten.
Die Begleitpersonen bleiben bei ihrem Team, achten darauf, dass niemand Exponate anfasst, und helfen, wenn ein Kind ein Exponat nicht findet oder eine Frage hat. Jedes Team arbeitet für sich, es gibt keine Punkte, keine Zeitnahme, keine Rangliste. Wenn ein Team früher fertig ist, wartet es am Partyraum oder schaut sich noch andere Exponate an, bis alle Teams zurück sind.
Pause im Partyraum
Im Partyraum oder Cafebereich steht die Pausenverpflegung bereit: Pausenbrötchen, Obst, Gemüse, Wasser und Saftschorle, wenn das Museum Eigenverpflegung erlaubt. Viele Häuser bieten auch ein eigenes Partybuffet an, das steht in der Buchungsfrage. Die Kinder setzen sich an den Partytisch, die Rallyekarten bleiben liegen, die Buntstifte kommen in die Mitte.
Gegessen wird nur im Partyraum, in die Ausstellung wird nichts mitgenommen. Trinken gibt es vor und nach der Rallyerunde, in manchen Museen dürfen die Kinder auch Wasserflaschen mit in die Ausstellung nehmen, das klärt die Buchungsfrage. Die Begleitpersonen bereiten in der Pause die Werkstattrunde vor: Material bereitlegen, Anleitungen durchgehen, Werkstatttische aufbauen.
Werkstattrunde
In der Werkstatt oder Museumskoje bauen die Kinder eigene kleine Exponate: Knetfiguren, Kartonmodelle oder Tonarbeiten, je nachdem, was das Museum anbietet oder was du selbst mitgebracht hast. Die Anleitung kommt vom Museum oder von einer Begleitperson, jedes Kind arbeitet an seinem eigenen Werkstück. Die Ausstellungswände im Partyraum sind schon vorbereitet, an ihnen werden später die Werkstücke und Rallyemotive hängen.
Die Kinder dürfen frei gestalten, niemand muss ein bestimmtes Motiv nachbauen. Wer möchte, orientiert sich an einem Exponat aus der Rallyerunde, wer lieber etwas Eigenes macht, baut eine Fantasiefigur oder ein abstraktes Muster. Die Werkstücke bleiben am Platz, bis sie trocken oder fertig sind, dann kommen sie auf ein Tablett und wandern zum Partytisch.
Lieblingsexponatshow am Partytisch
Am Partytisch zeigt jedes Kind sein Rallyemotiv und sein Werkstück und erklärt in zwei bis drei Sätzen, welches Exponat ihm am besten gefallen hat. Das Geburtstagskind moderiert als Ausstellungschef: Es ruft die Kinder nacheinander auf, hängt die Exponate an die Ausstellungswände und sorgt dafür, dass jede Arbeit ihren Platz bekommt. Die anderen Kinder schauen zu, applaudieren nach jeder Präsentation und dürfen Fragen stellen.
Die kleine Ausstellung wächst mit jedem Kind: Zeichnungen hängen neben Knetfiguren, Kartonmodelle stehen neben Rallyekarten, und am Ende haben alle Kinder ihre Arbeiten gemeinsam an den Wänden stehen. Die Show ist der Höhepunkt der Party, weil sie jedes Kind zum Ausstellungsmacher macht und die Rallye mit der Werkstattrunde verbindet. Die Ausstellungswände bleiben stehen, bis die Eltern kommen und die Kinder ihre Exponate abholen.
Urkunden und Badges
Das Geburtstagskind überreicht jedem Kind eine Urkunde mit Museumsname und Datum, drückt ihm die Hand und sagt Danke fürs Kommen. Die Entdeckerbadges, die die Kinder schon am Anfang bekommen haben, dürfen sie behalten, die Werkstücke kommen in Tüten oder Kartons und wandern als Mitgebsel mit nach Hause. Die Ausstellungswände werden abgebaut, die Rallyekarten kommen in die Taschen, und der Partyraum wird aufgeräumt.
Die Urkundenzeremonie ist kurz und ruhig, damit die Kinder nicht ungeduldig werden. Wer möchte, macht ein Gruppenfoto vor den Ausstellungswänden, bevor die kleine Ausstellung abgebaut wird. Die Begleitpersonen packen das Material zusammen, die Pausenverpflegung wird weggeräumt, und der Partyraum wird so verlassen, wie ihr ihn vorgefunden habt.
Pause im Partyraum
Die Pause im Partyraum ist der Moment, in dem alle durchatmen und neue Energie tanken.
Was kommt auf den Tisch?
- Am Partytisch stehen Pausenbrötchen, Obst und Gemüse, Wasser und Saftschorle, wenn das Museum Eigenverpflegung erlaubt; viele Häuser bieten auch ein eigenes Partybuffet an, das steht in der Buchungsfrage.
- Gegessen wird sitzend im Partyraum, in die Ausstellung wird nichts mitgenommen; trinken gibt es vor und nach der Rallyerunde, in manchen Museen dürfen die Kinder auch Wasserflaschen mit in die Ausstellung nehmen.
- Wer möchte, ergänzt eine Torte zum Finale, sie ist kein Planbestandteil; Allergien und Unverträglichkeiten sind vor der Party mit den Familien und dem Museum geklärt.
Der Ablauf
Die Timeline zeigt den Ablauf vom Ankommen bis zur Abholung, die genaue Reihenfolge und Endzeit legt das Museum mit der Buchung fest.
Das brauchst du
Die Materialliste hält sich kurz, das meiste stellt das Museum bereit oder du bringst es selbst mit.
- Für die Rallye: Rallyekarten aus Karton, Buntstifte, Klemmbretter aus Hartpappe, AusstellungsplanAlternative: Statt gedruckter Rallyekarten tun es auch beschriftete Zettel mit Klammermappe, die du selbst zusammenstellst.
- Für die Ankommenrunde: Entdeckerbadges mit Name und Datum, Museumsregeln als MerkzettelAlternative: Statt gebuchter Werkstatt kannst du Knete vom eigenen Vorrat mitbringen und eine Begleitperson gibt die Anleitung.
- Für die Pause: Pausenbrötchen, Obst, Gemüse, Wasser und Saftschorle am Partytisch, wenn Eigenverpflegung erlaubt istAlternative: Statt gekaufter Entdeckerbadges bastelst du Anstecker aus Pappe mit Klebeband, die die Kinder selbst bemalen.
- Für die Werkstatt: Knete oder Ton und Karton vom eigenen Vorrat, wenn das Museum keine Werkstatt stelltAlternative: Statt Museumscafe richtest du den Partyraum mit eigenem Tischtuch und Pausenbrötchen aus der eigenen Box ein.
- Für das Finale: Urkunden aus Pappe mit Museumsname und DatumAlternative: Statt Ausstellungswänden spannst du eine Wäscheleine oder ein Klebeband im Partyraum, an dem die Exponate hängen.
Mitgebsel
Die Mitgebsel sind gleichzeitig Erinnerung und Ausstellungsstück.
- Die Entdeckerbadge mit DatumDie Entdeckerbadge mit Datum bekommt jedes Kind schon am Anfang, sie bleibt den ganzen Tag am Shirt und wandert am Ende in die Tasche. Wenn du die Badges selbst bastelst, können die Kinder sie in der Werkstattrunde noch bemalen.
- Das eigene Exponat als MitgebselDas eigene Exponat aus der Werkstattrunde ist das Hauptmitgebsel: Knetfigur, Kartonmodell oder Tonarbeit, jedes Kind nimmt sein Werkstück mit nach Hause. Die Rallyekarten mit den Zeichnungen kommen ebenfalls in die Tasche, sie sind die persönliche Ausstellungsdokumentation.
Wo feiern?
Die Wahl des Ortes hängt davon ab, ob das Museum einen Partyraum anbietet oder ob du nach dem Museumsbesuch zu Hause weiterfeierst.
Partyraum im Museum
Die meisten Museen mit Kindergeburtstagsangebot stellen einen eigenen Partyraum bereit, in dem die Pause stattfindet, die Werkstattrunde läuft und die Lieblingsexponatshow am Partytisch gezeigt wird. Der Raum ist meist mit Tischen, Stühlen und Pinnwänden ausgestattet, manchmal gibt es auch eine kleine Küchenzeile für Getränke.
Wie groß der Raum ist, ob mehrere Gruppen gleichzeitig feiern dürfen und ob Eigenverpflegung erlaubt ist, klärst du in der Buchungsfrage mit dem Museum. Manche Häuser verlangen eine Pauschale für den Partyraum, andere rechnen ihn in den Gesamtpreis ein. Die Buchungsbestätigung nennt die verbindlichen Konditionen.
Museumscafe als Feierbereich
Wenn das Museum keinen Partyraum hat, bieten viele Häuser einen Cafebereich als Feierzone an: Ein abgetrennter Tisch im Museumscafe, an dem die Gruppe die Pause verbringt und die Werkstattrunde stattfindet. Die Lieblingsexponatshow läuft dann am Cafetisch, die Ausstellungswände können an einem Raumteiler oder einer Pinnwand im Cafebereich hängen.
Ob das Cafe Eigenverpflegung erlaubt oder ob du das Buffet beim Museum buchst, erfragst du vor der Party. Manche Cafes bieten spezielle Kindergeburtstagsmenüs an, andere erlauben nur Getränke aus dem eigenen Sortiment. Die Kosten für Cafetrinks und Essen kommen zum Museumspreis hinzu.
Feier zu Hause nach dem Museumsbesuch
Eine dritte Variante ist die Feier zu Hause nach dem Museumsbesuch: Die Rallyerunde und die Werkstattrunde laufen im Museum, die Pause, die Lieblingsexponatshow und die Urkundenzeremonie finden zu Hause statt. Die Kinder nehmen ihre Rallyekarten und Werkstücke mit, zu Hause gibt es das Partybuffet, und die kleine Ausstellung hängt an der Wohnzimmerwand.
Diese Variante spart den Partyraum im Museum und gibt dir mehr Kontrolle über Essen und Deko. Wie lange der Museumsbesuch dauert und wann die Gruppe das Haus verlässt, besprichst du in der Buchungsfrage. Die Begleitpersonen müssen wissen, ob sie nur im Museum dabei sind oder auch zu Hause mithelfen.
Plan B und Sicherheit
Der Notfallplan
Der Notfallplan greift, wenn das Museum keine Werkstatt anbietet oder die Ausstellungsrunde zu voll ist. Beide Varianten bleiben im Rahmen der Museumsregeln und ändern das Sicherheitsniveau nicht.
Schnell entscheiden
Exponate bleiben unberührt
Alle Aufgaben in der Ausstellung laufen ausschließlich als Anschauen, Suchen und Zeichnen, niemals als Anfassen, Klettern oder Rennen. Die Rallyekarten enthalten nur Aufträge, die ohne Berührung der Exponate funktionieren: Finde das größte Tier, zähle die Bilderrahmen, zeichne dein Lieblingsexponat. Die Begleitpersonen achten darauf, dass kein Kind ein Exponat anfasst, und erklären die Regel vor der Rallye noch einmal.
Wenn ein Kind trotzdem ein Exponat berührt, greift die Begleitperson sofort ein, führt das Kind einen Schritt zurück und erklärt die Regel erneut. Die Museen verlangen meist mindestens zwei Erwachsene pro Gruppe, diese Doppelbesetzung stellt sicher, dass immer eine Person die Kinder im Blick hat, während die andere bei Bedarf eingreift oder hilft. Wie viele Begleitpersonen genau mitgehen müssen, steht in der Buchungsbestätigung des Museums.
Räume und Wege
Treppen und Wege laufen die Teams in Begleitung, kein Kind läuft allein durch die Ausstellung. Die Begleitpersonen gehen entweder vorne oder hinten, je nachdem, wie die Gruppe läuft, und achten darauf, dass niemand zurückbleibt oder vorausrennt. Wenn ein Kind den Anschluss verliert, bleibt die Begleitperson beim Team und schickt ein anderes Kind zum Treffpunkt, um Bescheid zu geben.
Der Treffpunkt ist vor der Rallye mit allen Kindern und Begleitpersonen abgesprochen: Wo ist er, wie komme ich hin, und wen spreche ich an, wenn ich Hilfe brauche. Enge Stellen, Treppen und Türen werden in der Rallyebriefingrunde markiert, die Begleitpersonen kennen die Route vorher und wissen, wo besondere Vorsicht nötig ist.
Räume und Treffpunkt
Essen gibt es nur im Partyraum, nie in der Ausstellung. Die Pausenverpflegung bleibt am Partytisch, Trinken gibt es vor und nach der Rallyerunde, und ob Wasserflaschen mit in die Ausstellung genommen werden dürfen, klärt die Buchungsfrage mit dem Museum. Allergien und Unverträglichkeiten sind vor der Party mit den Familien und dem Museum geklärt, Kleinteile wie Badgenadeln kommen nicht in die Hände kleiner Geschwister.
Die Begleitpersonen wissen, welches Kind welche Allergie hat, und achten beim Buffet darauf, dass niemand etwas isst, was nicht für ihn geeignet ist. Wenn das Museum ein eigenes Buffet stellt, teilst du die Allergieliste vor der Party mit, damit das Haus entsprechend planen kann. Die Buchungsbestätigung nennt die Ansprechperson für Sicherheitsfragen.
Häufige Fehler vermeiden
Klassische Stolperfallen
Deine Checkliste
Wenn die Liste abgehakt ist, startet die Entdeckerrallye; wo etwas fehlt, hilft die Alternative aus der Materialliste weiter.
Ein bis zwei Tage vorher
Am Tag
Häufige Fragen
Für welches Alter ist die Museumsrallye gut?
Die Museumsrallye passt für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren, weil sie in diesem Alter schon selbstständig durch Räume gehen, Aufträge verstehen und ihre Funde auf Rallyekarten festhalten können. Jüngere Kinder brauchen oft mehr Hilfe beim Zeichnen und verlieren schneller die Geduld, ältere Kinder finden die Rallye manchmal zu einfach und wünschen sich komplexere Aufgaben.
Die Teams arbeiten in ihrem eigenen Tempo, deshalb können auch Kinder mit unterschiedlichem Alter zusammen feiern, solange die Rallyekarten auf das jüngste Kind abgestimmt sind. Die Begleitpersonen helfen, wenn ein Kind eine Aufgabe nicht versteht, und die Werkstattrunde gibt allen Kindern etwas zu tun, das zu ihrem Können passt.
Wie findet man ein Museum mit Kindergeburtstagsangebot?
Die meisten Museen nennen auf ihrer Website unter 'Kindergeburtstag' oder 'Bildung' die Angebote für Gruppen, oft mit Preisen, Uhrzeiten und einer Kontaktadresse. Wenn die Website keine Informationen bietet, rufst du einfach an und fragst nach: Bietet das Museum Kindergeburtstage an, gibt es eine Rallye oder Werkstatt, und wie läuft die Buchung.
Viele Städte haben auch Übersichtsseiten für Kindergeburtstage in Museen, auf denen mehrere Häuser mit ihren Angeboten aufgelistet sind. Die Buchung läuft meist per E-Mail oder Telefon, die Bestätigung nennt Uhrzeit, Dauer, Kosten und die Anzahl der Begleitpersonen. Beliebte Häuser sind oft Wochen im Voraus ausgebucht, deshalb solltest du früh anfragen.
Was kostet ein Kindergeburtstag im Museum?
Die meisten Museen verlangen etwa 8 bis 15 Euro je Kind für einen Kindergeburtstag mit Führung oder Werkstatt und Partyraum, oft mit einer Mindestpauschale für die Gruppe. Der verbindliche Betrag steht in der Buchungsbestätigung des Museums und hängt davon ab, wie lange die Party dauert, ob eine Werkstatt dabei ist und ob das Museum ein eigenes Buffet stellt.
Was es verteuert: Starterpakete des Hauses mit Deko und Mitgebsel, Cafetrinks für die Begleitpersonen, zusätzliche Werkstattrunden. Was es billiger macht: Eigene Pausenverpflegung, wenn das Museum das erlaubt, und ein Geburtstag ohne Zusatzwerkstatt. Die Buchungsfrage klärt alle Kostenpunkte, bevor du zusagst.
Wie funktioniert die Rallye ohne Anfassen?
Die Rallye funktioniert nur mit Anschauen, Suchen und Zeichnen, alle Exponate bleiben unberührt. Die Aufträge auf den Rallyekarten sind so gebaut, dass sie ohne Berührung funktionieren: Finde das größte Tier der Ausstellung, zähle die Bilderrahmen in einem Raum, zeichne dein Lieblingsexponat. Die Kinder schauen sich die Exponate an, merken sich Details und halten ihre Funde auf den Rallyekarten fest.
Die Begleitpersonen achten darauf, dass kein Kind ein Exponat anfasst, und erklären die Regel vor der Rallye noch einmal. Wenn ein Kind trotzdem ein Exponat berührt, greift die Begleitperson sofort ein, führt das Kind einen Schritt zurück und erklärt die Regel erneut. Die Museumsregeln sind Teil des Rallyebriefings, jedes Kind weiß von Anfang an, was erlaubt ist und was nicht.
Wie viele Begleitpersonen müssen mit?
Die meisten Museen verlangen mindestens zwei Erwachsene pro Gruppe, manche auch mehr, je nach Gruppengröße und Ausstellungsbereich. Diese Doppelbesetzung stellt sicher, dass immer eine Person die Kinder im Blick hat, während die andere bei Bedarf eingreift oder hilft. Die genaue Anzahl der Begleitpersonen steht in der Buchungsbestätigung des Museums.
Jedes Team läuft mit mindestens einer Begleitperson durch die Ausstellung, die Begleitpersonen kennen die Route vorher und wissen, wo Treppen, enge Stellen oder Türen sind. Wenn die Gruppe größer ist, teilst du die Kinder in kleinere Teams auf, jedes Team bekommt eine eigene Begleitperson, und alle Teams starten nacheinander in die Rallye. Die Begleitpersonen weist du vor der Party ein, damit jeder weiß, welches Team er begleitet und was bei Verhalten oder verlorenem Kind zu tun ist.
Was passiert, wenn das Museum keine Werkstatt anbietet?
Dann bringst du Knete oder Ton vom eigenen Vorrat mit und eine Begleitperson gibt die Anleitung. Die Kinder bauen ihre Exponate am Partytisch, die Werkstücke werden auf einem Tablett gesammelt und später an den Ausstellungswänden gezeigt. Die Anleitung bleibt einfach: Baue ein Tier, eine Figur oder ein Muster, das zu deinem Lieblingsexponat passt.
Ob Eigenmaterial erlaubt ist und ob der Partyraum dafür genutzt werden darf, klärst du in der Buchungsfrage mit dem Museum. Manche Häuser bieten auch eine verkürzte Party ohne Werkstatt an, dann läuft die Rallye länger und die Lieblingsexponatshow zeigt nur die Rallyemotive. Die Werkstatt ist kein Muss, aber sie gibt den Kindern etwas zu tun, das über das Anschauen hinausgeht.
Darf im Museum gegessen werden?
Essen gibt es nur im Partyraum, nie in der Ausstellung. Die Pausenverpflegung bleibt am Partytisch, Trinken gibt es vor und nach der Rallyerunde, und ob Wasserflaschen mit in die Ausstellung genommen werden dürfen, klärt die Buchungsfrage mit dem Museum. Viele Häuser erlauben Eigenverpflegung im Partyraum, manche bieten auch ein eigenes Buffet an, das steht in der Buchungsbestätigung.
Wenn das Museum ein eigenes Buffet stellt, teilst du die Allergieliste vor der Party mit, damit das Haus entsprechend planen kann. Die Begleitpersonen wissen, welches Kind welche Allergie hat, und achten beim Buffet darauf, dass niemand etwas isst, was nicht für ihn geeignet ist. Kleinteile wie Badgenadeln kommen nicht in die Hände kleiner Geschwister.
Was nehmen die Kinder mit nach Hause?
Die Entdeckerbadge mit Datum bekommt jedes Kind schon am Anfang, sie bleibt den ganzen Tag am Shirt und wandert am Ende in die Tasche. Das eigene Exponat aus der Werkstattrunde ist das Hauptmitgebsel: Knetfigur, Kartonmodell oder Tonarbeit, jedes Kind nimmt sein Werkstück mit nach Hause. Die Rallyekarten mit den Zeichnungen kommen ebenfalls in die Tasche, sie sind die persönliche Ausstellungsdokumentation.
Wenn du die Badges selbst bastelst, können die Kinder sie in der Werkstattrunde noch bemalen. Die Werkstücke werden in Tüten oder Kartons verpackt, damit sie auf dem Heimweg nicht kaputtgehen, und die Rallyekarten kommen in eine Mappe oder einen Umschlag. Alle Mitgebsel sind gleichzeitig Erinnerung und Ausstellungsstück.