Mottoparty-Guide
Kindergeburtstag für 10-Jährige: Partyplan für das Filmstudio mit Drehbuch, Drehblock und Filmpremiere
Zehn Jahre alt bedeutet: Geschichten selbst erzählen, nicht nur hören. Beim Filmstudiogeburtstag verwandelt sich das Wohnzimmer in ein echtes Drehset mit Drehbuch, Kamera und Premiere auf dem Fernseher. Die Kinder entwickeln gemeinsam Szenen, bauen Requisiten aus Karton und Stoffresten, drehen in kleinen Crews mit Handy oder Tablet und feiern am Ende ihre eigenen Filme mit Popcorn und Applaus. Die Party dauert drei Stunden, passt für sechs bis zehn Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren und braucht keine technische Vorerfahrung.
Kein Wettbewerb, keine Punkte, keine Jury: Jede Crew dreht ihre Szenen im eigenen Tempo, alle Rollen sind gleichwertig, und die Premiere feiert jeden Beitrag mit echtem Applaus.
Der Nachmittag endet mit der großen Filmpremiere als Höhepunkt, bevor die Eltern zur Abholung kommen.
Die Party auf einen Blick
Warum das Motto funktioniert
Zehn Jahre ist das Alter, in dem Kinder eigene Geschichten entwickeln wollen statt vorgegebene nachzuspielen. Die Filmstudioparty gibt ihnen Raum für eigene Ideen: Sie erfinden Figuren und Handlungen in der Drehbuchwerkstatt, entscheiden selbst über Requisiten und Kulissen und erleben beim Dreh, wie aus einem Blatt Papier eine bewegte Szene wird. Das Geburtstagskind übernimmt die Gesamtregie und verteilt die Rollen, aber jedes Kind gestaltet aktiv mit.
Die Party funktioniert ohne Wettbewerb, weil es keine Punkte, keine Zeitnahme und keine Jury gibt. Die Crews drehen parallel statt gegeneinander, jede Rolle gehört zum Film, und die Premiere feiert alle Beiträge mit Applaus. Kinder, die nicht vor die Kamera wollen, übernehmen Regie, Kamera oder Ton und sind genauso wichtig für das Ergebnis. Die Aufnahmen bleiben privat in der Familie und werden nicht geteilt.
Vorbereitung
Die Vorbereitung braucht einen Einkauf, geladene Geräte und den Test der Fernseherverbindung.
- Du lädst ein und klärst mit den Eltern: Datum und Uhrzeit, Abholzeit, Allergien, und der Hinweis gehört dazu, dass jeder Gast ein eigenes Handy oder Tablet mitbringen darf, das für den Dreh genutzt und danach zu den Jacken gelegt wird.
- Ein bis zwei Tage vorher kaufst du ein: Wraps, Frischkäse, Gemüse, Obst, Käse, Popcorn und Getränke; Papier, Klebeband und Stoffreste für die Requisiten findest du im Haushalt.
- Du lädst die Geräte der Familie voll und prüfst den Speicher; ein Trockentest mit einer dreißig Sekunden Szene zeigt dir, wie die Kamera App funktioniert, damit du am Nachmittag helfen kannst.
- Am Nachmittag räumst du das Wohnzimmer frei, richtest den Werkstatttisch ein und stellst den Fernseher für die Premiere bereit; das Kabel zum Fernseher oder die Castingverbindung testest du vor der Ankunft der Gäste.
- Eine halbe Stunde vor dem Buffet deckst du auf und stellst Krüge bereit; ein Elternteil übernimmt das Nachlegen, während der andere die Drehgruppen begleitet.
Einladung
Die Einladung klärt den Rahmen und gibt den Eltern alle wichtigen Informationen.
Das muss hinein
- Datum, Uhrzeit und Abholzeit: Die Party dauert drei Stunden, die Premiere endet vor der Abholung.
- Der Hinweis auf Allergien und Unverträglichkeiten gehört dazu, damit das Buffet für alle passt.
- Jeder Gast darf ein eigenes Handy oder Tablet mitbringen, das für den Dreh genutzt und danach zu den Jacken gelegt wird.
- Die Aufnahmen bleiben privat in der Familie und werden nicht geteilt oder veröffentlicht.
Deko mit wenigen Mitteln
Die Deko bleibt zurückhaltend, weil die selbstgebauten Requisiten und Kulissen den Raum prägen. Ein roter Stoffstreifen als Laufweg vom Eingang zum Wohnzimmer markiert den Studiobereich, Sitzkissen vor dem Fernseher schaffen Premierenplätze, und ein Zettel mit Filmklappe Motiv am Werkstatttisch zeigt, wo die Requisitenwerkstatt stattfindet. Mehr braucht es nicht.
Die Kinder bauen während der Party ihre eigenen Kulissen: Pappkronen, Umhänge aus Stoffresten, Sternenketten aus Papier und was die Drehbücher vorsehen. Diese Requisiten bleiben sichtbar liegen und verwandeln das Wohnzimmer nach und nach in ein echtes Set. Gekaufte Partydeko würde stören, weil sie den selbstgemachten Look übertönt.
Aktivitäten
Die Party gliedert sich in sechs Abschnitte: Ankommen in der Drehbuchwerkstatt, Kameratraining für alle, Requisitenwerkstatt, der große Drehblock in Teams, Outtakes und Nachdrehe sowie die große Filmpremiere. Zwei Erwachsene teilen sich die Begleitung: einer begleitet die Drehgruppen, der andere hält den Werkstatttisch und das Buffet im Blick.
Ankommen in der Drehbuchwerkstatt
Die Kinder kommen an und setzen sich direkt an den Werkstatttisch. Jedes Kind bekommt ein Blatt Papier und einen Stift, in der Mitte liegen Begriffslisten mit Orten, Figuren und Objekten zum Nachschlagen. Das Geburtstagskind eröffnet die Runde und erklärt die Aufgabe: Jeder notiert eine kurze Szene mit Ort, Figur und Handlung, maximal drei Sätze. Die Listen helfen beim Kombinieren, niemand muss eine fertige Geschichte im Kopf haben.
Die Szenen werden laut vorgelesen, und das Geburtstagskind legt fest, welche Ideen gedreht werden und wer welche Szene leitet. Nicht jede Idee wird umgesetzt, aber jedes Kind bekommt eine Rolle im Drehblock. Die Blätter bleiben am Tisch liegen und dienen später als Drehbuch für die Crews.
Die Drehbuchwerkstatt schafft den Rahmen für den ganzen Nachmittag: Die Kinder wissen, was gedreht wird, wer welche Szene verantwortet und dass alle Ideen gleichwertig sind. Das Geburtstagskind führt Regie, aber die Entscheidungen entstehen gemeinsam am Tisch.
Kameratraining für alle
Die ganze Gruppe wechselt ins Wohnzimmer, und das Handy oder Tablet liegt ruhig auf einem Bücherstapel in Augenhöhe der Sitzenden. Das Geburtstagskind gibt die Grundregeln vor: Die Kamera bleibt auf der Ablage, niemand bewegt das Gerät während der Aufnahme, und die Aufnahmetaste wird nur einmal gedrückt. Jedes Kind geht einmal vor und einmal hinter die Kamera, so lernen alle beide Seiten kennen.
Die Übungsaufgaben sind einfach: Einer setzt sich vor die Kamera, sagt einen Satz und steht auf, während der andere die Aufnahme startet und stoppt. Nach jedem Durchgang wird gewechselt. Die Aufnahmen werden direkt angeschaut, so sehen die Kinder, wie Bildausschnitt und Ton zusammenpassen. Fehler gehören dazu und werden nicht kritisiert.
Das Training endet, wenn jedes Kind beide Rollen ausprobiert hat. Die Kinder wissen jetzt, wie die Kamera App funktioniert, und haben die Scheu vor dem Gerät verloren. Das Handy bleibt auf dem Bücherstapel liegen und wird später für den Drehblock wieder genutzt.
Requisitenwerkstatt
Die Kinder gehen zurück zum Werkstatttisch, wo Karton, Papier, Stoffreste, Scheren und Klebeband bereitliegen. Die Drehbuchblätter zeigen, welche Requisiten gebraucht werden: eine Krone für die Königsszene, ein Umhang für den Zauberer, eine Sternenkette für den Weltraumposten. Die Kinder bauen in Kleingruppen, jeder übernimmt ein Objekt oder hilft bei einem größeren Stück.
Die Requisiten müssen nicht perfekt aussehen, sie müssen nur auf dem Bildschirm erkennbar sein. Eine Pappkrone mit aufgeklebten Papiersternen reicht, ein Stoffrest wird mit Klebeband zum Umhang, und eine Sternenkette entsteht aus ausgeschnittenen Formen auf einer Schnur. Die Kinder arbeiten selbstständig, ein Erwachsener hilft nur bei Schere und Klebeband, wenn nötig.
Parallel werden Kulissen im Raum markiert: Ein Notizzettel am Sofa zeigt den Thronsaal, ein weiterer am Flur den Weltraumposten. Die Drehorte entstehen durch Vereinbarung, nicht durch aufwendigen Umbau. Wenn alle Requisiten fertig sind, liegen sie sichtbar bereit, und die Crews wissen, wo sie drehen.
Der große Drehblock in Teams
Die Kinder teilen sich in zwei bis drei Crews auf, je nach Anzahl der Geräte. Jede Crew bekommt Rollenkarten für Regie, Kamera, Figur und Ton, die nach jedem Durchgang getauscht werden. Das Geburtstagskind verteilt die Karten und legt fest, welche Crew welche Szene dreht. Die Crews arbeiten parallel an verschiedenen Drehorten: Wohnzimmer, Flur und Kinderzimmer.
Die Regie liest das Drehbuchblatt vor und erklärt, was passieren soll, die Kamera richtet das Gerät auf der Ablage ein, die Figur spielt die Szene, und der Ton achtet darauf, dass keine Nebengeräusche stören. Nach dem ersten Durchgang werden die Karten getauscht, und die nächste Szene wird gedreht. Jedes Kind kommt in jede Rolle, niemand bleibt die ganze Zeit vor oder hinter der Kamera.
Ein Erwachsener begleitet die Crews und hilft bei technischen Fragen, greift aber nicht in die Szenen ein. Die Kinder entscheiden selbst, ob ein Take wiederholt wird oder ob die Aufnahme passt. Fehler und Lacher gehören zum Dreh und werden später als Outtakes gezeigt. Der Drehblock endet, wenn alle Szenen im Kasten sind.
Outtakes und Nachdrehe
Die Crews kommen zurück ins Wohnzimmer, und die Geräte werden für die Premiere vorbereitet. Auf Freiwilligkeit basierend zeigt ein Erwachsener die lustigsten Versprecher, Lacher und Pannen aus den Aufnahmen. Niemand muss mitmachen, und niemand wird vorgeführt: Die Outtakes zeigen, wie viel Spaß der Dreh gemacht hat, nicht wer Fehler gemacht hat.
Parallel wird ein Abspann gedreht: Alle Kinder stehen nebeneinander, winken in die Kamera und nennen ihre Rolle. Die Aufnahme dauert nur eine Minute und schließt den Film ab. Die gesammelten Szenen werden auf den Geräten sortiert und für die Premiere bereitgelegt, damit der Ablauf auf dem Fernseher flüssig läuft.
Die große Filmpremiere
Die Kinder setzen sich auf die Sitzkissen vor dem Fernseher, Popcorn und Getränke stehen bereit. Das Geburtstagskind eröffnet die Premiere mit einem kurzen Satz zur Geschichte, dann startet die Wiedergabe. Die Szenen laufen nacheinander auf dem großen Bildschirm, nach jedem Block gibt es Applaus von der ganzen Runde. Die Outtakes werden zwischendurch gezeigt und sorgen für Lacher.
Die Premiere ist der Höhepunkt der Party: Die Kinder sehen ihre eigenen Filme auf dem Fernseher, das Popcorn gehört bewusst zu diesem Moment, und der Applaus gilt allen Crews. Es gibt keine Auszeichnung für den besten Film, keine Jury und keine Rangliste. Die Aufnahmen bleiben privat in der Familie und werden nicht geteilt.
Nach der Premiere verteilt das Geburtstagskind die Crewkarten an die Gäste, und die Eltern kommen zur Abholung. Die Kinder nehmen ihre Drehbuchblätter und die Crewkarten mit nach Hause, die Aufnahmen bleiben beim Gastgeber.
Premierenbuffet und Popcorn
Das Premierenbuffet steht zwischen Drehblock und Filmpremiere bereit, das Popcorn gehört bewusst zur Premiere.
Was kommt auf den Tisch?
- Buffet mit halbierten Wraps, Obstschälchen, Käsewürfeln und Gemüsesticks: Die Kinder bedienen sich am Buffettisch, Getränke stehen in Krügen die ganze Party bereit.
- Popcorn zur Premiere: Es wird im Sitzen gegessen und nicht während des Drehs, damit weder Geräte noch Kulissen es abbekommen.
- Allergien und Unverträglichkeiten sind vor der Party mit den Eltern geklärt; Krüge stehen außerhalb der Drehorte, damit keine Flüssigkeit auf die Technik gelangt.
Der Ablauf
Die Timeline zeigt den Ablauf der drei Stunden vom Ankommen bis zur Abholung. Die Zeiten sind Richtwerte, die sich nach dem Tempo der Crews richten.
Das brauchst du
Die Materialliste zeigt, was du brauchst. Alternativen stehen dabei, wenn etwas fehlt.
- Werkstatt: Papier, Stifte, Begriffslisten, Karton, Stoffreste, Scheren, Klebeband, Kulissen NotizzettelAlternative: Ohne zweites Gerät drehen die Crews nacheinander, die Wartenden übernehmen Kulissenarbeit oder bauen weitere Requisiten.
- Technik: zwei bis drei Handys oder Tablets, Bücherstapel als Ablage, Fernseher mit Kabel oder CastingverbindungAlternative: Ohne Fernseherverbindung läuft die Premiere am Tablet mit zusammengelegten Sitzkissen, das wirkt genauso feierlich.
- Premiere: Popcorn, Getränke, Pappbecher, SitzkissenAlternative: Ohne HDMI Kabel nutzt du die Castingfunktion des Smart TV, ein Trockentest vor der Party zeigt, ob die Verbindung stabil läuft.
- Buffet: Wraps, Frischkäse, Gemüse, Obst, Käsewürfel, Krüge, ServiettenAlternative: Ohne Popcornmaschine machst du Popcorn in der Pfanne mit Deckel, das dauert fünf Minuten und kostet weniger.
- Rollen: Rollenkarten für Regie, Kamera, Figur und TonAlternative: Ohne gekaufte Wraps belegst du Fladenbrot mit Frischkäse und Gemüse, das schmeckt genauso gut und lässt sich besser portionieren.
Mitgebsel
Die Kinder nehmen zwei Dinge mit nach Hause, die direkt mit dem Nachmittag verbunden sind.
- Das eigene DrehbuchheftDas eigene Drehbuchheft: Das Blatt mit der notierten Szene wird zusammen mit den Begriffslisten in eine kleine Mappe gelegt. Die Kinder können zu Hause weiterschreiben oder die Ideen für eigene Projekte nutzen.
- Die Crewkarte für die JackentascheDie Crewkarte für die Jackentasche: Eine kleine Karte aus Pappe mit dem Namen des Kindes und seiner Hauptrolle beim Dreh. Das Geburtstagskind verteilt sie beim Abschied, und jeder hat eine Erinnerung an den Nachmittag.
Wo feiern?
Die Party funktioniert überall, wo ein Wohnzimmer als Studio und ein Fernseher zur Verfügung stehen. Drei Varianten zeigen die Möglichkeiten.
Wohnzimmer als Studio mit freier Mitte
Das eigene Wohnzimmer wird zum Studio: Tisch, Sofa und Flur reichen als Drehorte, der Fernseher steht schon bereit, und die Kinder kennen die Räume. Die Möbel bleiben stehen, nur die Mitte wird freigeräumt. Ein Erwachsener begleitet die Crews, der andere hält Werkstatttisch und Buffet im Blick.
Kläre beim Gastgeber: Sind genug Sitzplätze für alle Kinder da? Funktioniert die Verbindung vom Handy zum Fernseher? Reicht der Platz für zwei parallele Drehorte? Ist ein zweiter Raum für eine Crew verfügbar?
Wohnung von Familie oder Freunden
Die Wohnung von Familie oder Freunden bietet mehr Platz und neue Kulissen: Ein größeres Wohnzimmer, ein langer Flur oder ein zusätzliches Zimmer erweitern die Drehoptionen. Die Kinder erleben den Nachmittag an einem anderen Ort, und die Gastgeber können beim Buffet helfen. Die Technik muss vorher getestet werden, damit die Premiere reibungslos läuft.
Kläre beim Gastgeber: Sind Fernseher und Geräte kompatibel? Dürfen die Kinder alle Räume nutzen? Wer übernimmt die Aufsicht? Gibt es genug Ablage für Jacken und mitgebrachte Geräte?
Keller oder Gemeinschaftsraum mit mehr Platz
Ein Keller oder Gemeinschaftsraum mit Fernseher schafft noch mehr Raum für die Crews: Die Kinder können lauter sein, mehrere Drehorte parallel nutzen und haben Platz für größere Kulissen. Der Raum muss vorher aufgeheizt und beleuchtet sein, ein Trockentest der Technik gehört zur Vorbereitung. Das Buffet wird in einer Ecke aufgebaut, die Premiere findet im selben Raum statt.
Kläre beim Gastgeber oder Vermieter: Ist ein Fernseher vorhanden oder muss einer mitgebracht werden? Gibt es genug Steckdosen für Geräte und Beleuchtung? Dürfen Requisiten gebaut und Kulissen markiert werden? Wer räumt nach der Party auf?
Plan B und Sicherheit
Der Notfallplan
Zwei Situationen können den Ablauf verändern. Die Lösungen halten den Partyplan aufrecht, ohne neue Sicherheitsannahmen zu erzeugen.
Schnell entscheiden
Geräte und Kabel
Die Geräte liegen während des Drehs ruhig auf Bücherstapeln oder stabilen Ablagen, niemand hält sie in der Hand. Die Kabel zum Fernseher werden vor der Party verlegt und mit Klebeband gesichert, damit niemand darüber stolpert. Ein Erwachsener begleitet die Drehgruppen durchgehend und achtet darauf, dass die Geräte nicht fallen oder nass werden.
Zwei Erwachsene teilen sich die Aufsicht: Einer begleitet die Crews an den Drehorten, der andere hält den Werkstatttisch, das Buffet und die Premiere im Blick. Diese Doppelbesetzung ist verbindlich, weil die Kinder an verschiedenen Orten arbeiten und technische Fragen sofort geklärt werden müssen.
Privatsphäre und Aufnahmen
Die Aufnahmen bleiben privat in der Familie und werden nicht geteilt, veröffentlicht oder an andere Eltern weitergegeben. Die Einladung klärt das vor der Party, und die mitgebrachten Geräte der Gäste werden nach dem Dreh zu den Jacken gelegt. Kinder, die nicht gefilmt werden wollen, übernehmen Regie, Kamera oder Ton und sind auf den Aufnahmen nicht zu sehen.
Die Outtakes werden nur auf Freiwilligkeit basierend gezeigt, niemand wird vorgeführt. Die Szenen zeigen lustige Momente, keine peinlichen Fehler. Die Crewkarten nennen die Rollen, aber keine Details aus den Aufnahmen. Kleinteile wie Papiersterne und Stoffreste bleiben außer Reichweite von Geschwistern unter drei Jahren.
Essen, Getränke und Aufsicht
Das Popcorn wird im Sitzen vor dem Fernseher gegessen, nicht während des Drehs. Getränke stehen in Krügen außerhalb der Drehorte, damit keine Flüssigkeit auf die Technik gelangt. Die Wraps werden halbiert gereicht, so können die Kinder sie besser halten. Allergien und Unverträglichkeiten sind vor der Party mit den Eltern geklärt, das Buffet ist entsprechend zusammengestellt.
Ein Erwachsener hält das Buffet im Blick und legt nach, der andere begleitet die Crews. Die Aufsicht bleibt durchgehend doppelt besetzt, auch während der Premiere.
Häufige Fehler vermeiden
Klassische Stolperfallen
Deine Checkliste
Wenn die Liste abgehakt ist, öffnet das Filmstudio; wo etwas fehlt, hilft die Alternative aus der Materialliste weiter.
Ein bis zwei Tage vorher
Am Tag
Häufige Fragen
Welche Partyideen kommen bei 10-Jährigen wirklich an?
Kurz gesagt: Ideen, bei denen die Kinder selbst etwas erschaffen und eine eigene Geschichte erzählen, kommen bei Zehnjährigen besonders gut an. Die Gruppe umfasst sechs bis zehn Kinder, das Geburtstagskind mitgezählt. Zehn Jahre ist das Alter, in dem Kinder eigene Geschichten entwickeln wollen statt vorgegebene nachzuspielen. Die Filmstudioparty verbindet Kreativität mit Technik: Die Kinder schreiben Drehbücher, bauen Requisiten, drehen mit Handy oder Tablet und sehen ihre Filme auf dem Fernseher. Der Nachmittag funktioniert ohne Wettbewerb, jede Rolle ist gleichwertig, und die Premiere feiert alle Beiträge mit Applaus. Die Party passt für Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren und braucht keine technische Vorerfahrung. Unter neun Jahren übersteigen Wiederholungen und Absprachen noch die Geduld, und ab dreizehn wirken Requisiten aus Pappe schnell kindisch.
Wie viele Kinder brauche ich für die Filmstudioparty?
Sechs bis zehn Kinder insgesamt, das Geburtstagskind mitgezählt. Bei sechs Kindern arbeiten zwei Crews mit je drei Kindern, bei zehn Kindern drei Crews. Jede Crew braucht mindestens drei Kinder für die Rollen Regie, Kamera und Figur, der Ton kann bei kleinen Gruppen wegfallen. Mit weniger als sechs Kindern wird der Drehblock zu klein, mit mehr als zehn wird die Aufsicht schwierig.
Brauchen wir technische Vorkenntnisse für den Dreh?
Nein, die Kinder lernen alles beim Kameratraining. Jedes Kind geht einmal vor und einmal hinter die Kamera, die Aufnahmen werden direkt angeschaut, und die Grundregeln sind einfach: Die Kamera bleibt auf der Ablage, niemand bewegt das Gerät während der Aufnahme, und die Aufnahmetaste wird nur einmal gedrückt. Ein Erwachsener begleitet die Crews und hilft bei technischen Fragen, aber die Kinder entscheiden selbst, ob ein Take wiederholt wird.
Wie viele Handys oder Tablets brauchen wir?
Ein bis zwei Handys oder Tablets der Familie reichen für den Anfang, die Gäste dürfen eigene Geräte mitbringen. Mit einem Gerät drehen die Crews nacheinander, mit zwei oder drei Geräten parallel. Die Geräte müssen vorher aufgeladen werden, der Speicher muss frei sein, und ein Trockentest zeigt, wie die Kamera App funktioniert. Für die Premiere brauchst du ein Kabel oder die Castingfunktion, um die Aufnahmen auf den Fernseher zu übertragen.
Was gehört auf das Premierenbuffet?
Halbierte Wraps mit Frischkäse und Gemüse, Obstschälchen, Käsewürfel und Gemüsesticks stehen am Buffettisch bereit. Die Kinder bedienen sich zwischen Drehblock und Premiere, Getränke stehen in Krügen die ganze Party bereit. Das Popcorn gehört bewusst zur Premiere und wird im Sitzen vor dem Fernseher gegessen, nicht während des Drehs. Allergien und Unverträglichkeiten sind vor der Party mit den Eltern geklärt.
Was, wenn ein Kind nicht vor die Kamera will?
Es übernimmt Regie, Kamera oder Ton und bleibt die ganze Zeit hinter der Kamera. Diese Rollen sind gleichwertig und genauso wichtig für das Ergebnis wie die Figur. Die Rollenkarten werden entsprechend verteilt, und das Kind tauscht nur zwischen den technischen Aufgaben. In der Premiere bekommt es denselben Applaus wie alle anderen, und die Crewkarte zeigt seine Hauptrolle. Niemand wird gedrängt, vor die Kamera zu gehen.
Was kostet die Filmstudioparty?
Der Kostenrahmen liegt bei etwa zwanzig bis fünfunddreißig Euro für Premierenbuffet, Getränke und wenige Neukäufe wie Papier, Klebeband und Stoffreste. Handy, Tablet, Fernseher, Geschirr und Möbel stellt der Haushalt. Was es verteuert: frische Wraps vom Bäcker statt Tütenware und mehr Obst für die Schälchen. Was es billiger macht: Requisiten komplett aus Karton und Stoffresten bauen statt zu kaufen und Popcorn selbst in der Pfanne machen.
Was nehmen die Kinder mit nach Hause?
Jedes Kind nimmt sein Drehbuchheft mit nach Hause: Das Blatt mit der notierten Szene wird zusammen mit den Begriffslisten in eine kleine Mappe gelegt. Dazu bekommt jeder eine Crewkarte aus Pappe mit dem Namen und der Hauptrolle beim Dreh. Die Aufnahmen bleiben privat in der Familie und werden nicht geteilt. Vor der Party klärst du mit den Eltern, welche Kinder vor der Kamera stehen dürfen und wofür die Aufnahmen gedacht sind. Das Geburtstagskind verteilt die Crewkarten beim Abschied.