Mottoparty-Guide
Weihnachts-Kindergeburtstag: Partyplan mit Wichtelwerkstatt, Bescherung und Torte
Wenn draußen die Lichterketten hängen, wird der Esstisch zur Werkstatt: Die Kinder hängen zuerst ihre Wunschkarten an die Leine, basteln Christbaumkugeln aus Pappröhren, wickeln kleine Geschenke in Kraftpapier und falten Tannen für die Fensterbank. Zwischendurch gibt es belegte Brötchen, und die Kinder verzieren Lebkuchenherzen mit Zuckerguss. Am Schluss klingelt die Glocke zur Bescherung, bei der jedes Kind ein von einem anderen Kind gewickeltes Päckchen auspackt. Der Ablauf dauert drei Stunden und eignet sich für Kinder von sechs bis neun Jahren.
Hier bekommst du den kompletten Ablauf, die Materialliste und die Bescherung so, dass sie auch in einer kleinen Wohnung funktioniert.
Die Party auf einen Blick
Warum das Motto funktioniert
Kinder ab sechs lieben es, Dinge selbst herzustellen und sie dann jemandem zu schenken. Genau das macht Weihnachten zum starken Geburtstagsthema im Dezember: Die Kinder bauen Kugeln, Tannen und Geschenkpäckchen nicht für eine Schublade, sondern für die eigene Bescherung. Jedes Teil, das am Nachmittag entsteht, wird gebraucht.
Der Tag hat ein klares Ziel, auf das alle hinarbeiten: die Bescherung unter dem Tannenwäldchen. Davor bastelt und wickelt die Runde alles, was die Bescherung braucht, und tanzt dazwischen beim Stopp-Spiel. Die Gäste bringen für die Feier nichts mit – die Kinder werden an diesem Nachmittag selbst zu denen, die beschenken.
Vorbereitung
Den Grundstock legst du am Abend davor: Du richtest die Wichtelwerkstatt ein, schneidest die Pappröhren in Ringe und stellst das Tannenwäldchen auf.
- Du spannst die Wunschkartenleine über die Wohnzimmerwand und legst für jeden Gast eine Kraftpapierkarte, einen Filzstift und zwei Wäscheklammern bereit.
- Du schneidest die Pappröhren in Ringe von etwa zwei Zentimetern Breite, sechs Ringe für jeden Gast, und füllst Körbchen mit Buntpapierfetzen, Glitzerkleber und Wattewölkchen.
- Du füllst für jeden Gast eine kleine Tüte mit derselben kleinen Überraschung, etwa einem Stickerbogen oder einem Minispiel; jede Tüte wird später von einem Kind zum Päckchen gewickelt.
- Du faltetst drei Papiertannen als Deko, legst die Faltvorlage für die Gäste bereit, breitest das weiße Bettlaken als Schnee auf dem Teppich aus, stellst die LED-Lichterkette und die Handglocke daneben und deckst Torte und Getränke an der Küchenzeile ab. Rechne für den kompletten Aufbau mit 45 Minuten.
Einladung
Die Einladung ist in zehn Minuten fertig: Du faltest ein Blatt quer, schreibst Termin und Adresse auf die Vorderseite und schreibst dazu, dass die Gäste nichts mitbringen brauchen. Gebastelt und beschenkt wird auf der Feier selbst.
Das muss hinein
- Datum und Startzeit stehen oben in Fettdruck, darunter folgt der Treffpunkt.
- Die Feier dauert 180 Minuten; die Abholzeit steht dabei, damit alle pünktlich nach der Bescherung kommen.
- Ein Satz sagt den Eltern, dass ihre Kinder keine Geschenke mitbringen – das nimmt allen Druck aus der Einladung.
- Schon die Zusage nennt alle Allergien des Kindes, damit Lebkuchen und Brötchen kindgerecht ausgesucht sind.
Dekoration mit wenigen Mitteln
Weihnachtsstimmung entsteht hier aus Papier und Licht, nicht aus gekaufter Deko: Zeitungspapier, Buntpapier und eine LED-Lichterkette reichen völlig aus. Am Abend davor richtest du drei Zonen ein:
Ankommen
Die Wunschkartenleine spannst du in Augenhöhe; darunter wartet ein Körbchen mit den Kraftpapierkarten und Klammern, damit jedes Kind gleich zu Beginn seinen Wunsch aufhängen kann.
Wichtelwerkstatt
Der Esstisch bleibt mit Zeitungsbögen abgedeckt; drei Körbchen mit Pappröhrenringen, Buntpapierfetzen und Glitzerkleber stehen bereit, und die Rolle Kraftpapier mit dem roten Band liegt griffbereit.
Bescherungsecke
Das weiße Bettlaken liegt als Schnee auf dem Teppich, die LED-Lichterkette windet sich um drei gefaltete Papiertannen, und die Handglocke wartet auf das große Klingeln am Ende.
Am Tannenwäldchen stapeln sich später die gewickelten Päckchen – jedes einzelne von einem Kind mit eigenen Händen verpackt.
Aktivitäten
Der Tag gliedert sich in sechs Stationen: Wunschkarten, Kugeln, Päckchen, Tannen, das Stopp-Spiel und die Bescherung. Nach jeder Station klebt sich jedes Kind einen Sternsticker auf seine Sternkarte – am Ende der Feier ist jede Karte voll, ganz ohne Rangliste.
Wunschkarten aufhängen
An der Wand bekommt jedes Kind eine Kraftpapierkarte und einen Filzstift. Das Kind malt oder schreibt seinen Wunsch für den Geburtstag darauf – ein Spiel, ein Essen, ein Ausflug, alles zählt. Mit den Klammern hängt es die Karte an die Leine.
Die Leine zeigt ab der ersten Minute, was sich die Runde wünscht, und jede Karte bleibt bis zum Schluss hängen. Beim Gehen nimmt jedes Kind seine Karte mit nach Hause.
Christbaumkugeln basteln
An der Werkstatt bekommt jedes Kind sechs Pappröhrenringe, die du vorher zugeschnitten hast. Die Kinder überkleben die Ringe mit Buntpapierfetzen, tupfen Glitzerkleber an den Rand und setzen ein Wattewölkchen als Schnee oben auf.
In den fertigen Kugeln steckt schon ein Stück Schnur, damit sie sofort an den Fenstern oder am Tannenwäldchen hängen können. Die erste Kugel darf das Geburtstagskind an die Lichterkette hängen.
Päckchen wickeln
Jedes Kind bekommt eine von dir gefüllte Überraschungstüte und wickelt sie in Kraftpapier ein: erst die Längsseite, dann die Enden falten, zuletzt das rote Band herumknoten. Auf das fertige Päckchen kommt ein Sticker, aber kein Name. Die Spielleitung merkt sich, welches Kind welches Päckchen eingewickelt hat.
Wer mit dem Knoten nicht klar kommt, bekommt von einem Nachbarn zwei Hände zur Hilfe. Die fertigen Päckchen wandern unter das Tannenwäldchen auf den Schnee.
Tannen falten
Aus grünem Buntpapier faltet jedes Kind zwei Tannen: erst die Diagonale, dann die Seiten nach innen, zuletzt den Baum auffächern. Wer beim Falten nicht weiter weiß, legt die Faltvorlage daneben und zählt die Knickstellen nach.
Durch die umgeknickte Unterseite bleibt jeder Baum stehen; die Kinder bauen daraus ein Tannenwäldchen auf der Fensterbank. Dort trocknen die Kugeln in Sichtweite weiter, während die anderen Stationen laufen.
Stopp-Spiel mit Eisfiguren
Am Teppich tanzt die Runde zur Musik vom Handy: langsam wie ein Schlitten im Schnee, schnell wie ein Schneeballwurf, rückwärts wie auf glattem Eis. Die Spielleitung oder freiwillig ein Kind startet und stoppt die Musik. Stoppt die Musik, werden alle zu gefrorenen Eisfiguren – niemand scheidet aus und niemand verliert einen Stern.
Nach der letzten Tanzrunde klebt sich jedes Kind einen Sternsticker auf die Sternkarte. Zum Schluss friert die ganze Runde gemeinsam zu einer großen Eisfigur ein und hält durch, bis die Spielleitung alle wieder auftaut.
Bescherung
Zur Bescherung sitzt die Runde im Halbkreis auf dem weißen Laken, die gewickelten Päckchen liegen unter dem Tannenwäldchen. Die Spielleitung klingelt mit der Handglocke und verteilt die Päckchen gezielt: Das Geburtstagskind bekommt zuerst eines, anschließend sind die übrigen Kinder reihum an der Reihe. Jedes Kind erhält ein Päckchen, das ein anderes Kind eingewickelt hat.
Jedes Kind packt aus und zeigt kurz, was in der Tüte war. Danach klingelt die Glocke zum letzten Mal, und die Torte kommt auf den Geburtstagstisch.
Proviantpause
Zwischen den Päckchen und den Tannen liegt die Pause: Wasser, Apfelschorle und belegte Brötchen mit Käse, Wurst und Gurke stehen an der Küchenzeile bereit. Dazu verzieren die Kinder Lebkuchenherzen mit Zuckerguss und Zuckersternen – der Guss kommt in kleinen Spritzbeuteln, damit der Tisch sauber bleibt. Jedes Kind verziert ein Herz; die Herzen trocknen an der Fensterbank und gehen als Mitgebsel mit nach Hause.
Was kommt auf den Tisch?
- Vor Beginn kommen die Getränke in den Kühlschrank und warten gekühlt bis zum Start.
- Belegte Brötchen gibt es mit Käse, Wurst und Gurke, damit jeder etwas findet; wer Milchallergie hat, bekommt Apfelschorle statt Schokodrink.
- Für die Lebkuchen wählst du eine nussfreie Sorte und fragst die Allergien noch einmal mit der Zusage ab; den Zuckerguss rührst du aus Puderzucker und Zitronensaft selbst an.
Der Ablauf
Der dreistündige Ablauf gliedert sich so: Jede Station hat ein klares Ende, und die Pause teilt den Nachmittag in zwei Hälften.
Das brauchst du
Die meisten Materialien kommen aus dem Haushalt; die Reste kaufst du im Bastelladen oder Supermarkt. Etwa 10 bis 20 Euro reichen für acht Gäste.
- Pappröhren von Küchenrollen, von dir in Ringe geschnitten, dazu Buntpapierfetzen, Glitzerkleber und Wattewölkchen für die KugelnAlternative: Fehlt Glitzerkleber, kleben die Kinder kleine ausgestanzte Papiersterne auf die Ringe.
- Kraftpapierrolle, rotes Band, Klebestreifen und gefüllte Überraschungstüten für die PäckchenAlternative: Fehlt Kraftpapier, wickeln die Kinder ihre Tüten in Buntpapier oder Zeitungspapier ein.
- Grünes Buntpapier und eine gefaltete Vorlage für die TannenAlternative: Fehlt grünes Papier, malen die Kinder Zeitungsbögen mit Wasserfarben grün an und lassen sie über Nacht trocknen.
- Kraftpapierkarten, Filzstifte, Wäscheklammern und 2 m Schnur für die WunschkartenleineAlternative: Fehlt Schnur, spannst du die Leine aus Paketband zwischen zwei Stuhllehnen.
- Handglocke aus Metall, Lautsprecher oder Handy, Sternkarten und Sternsticker für das Stopp-Spiel und die BescherungAlternative: Fehlt die Glocke, klingelst du mit dem Löffel gegen eine Tasse.
- Nussfreie Lebkuchenherzen, Puderzucker, Zitronensaft, weiße Bettlaken als Schnee und eine LED-Lichterkette für die BescherungseckeAlternative: Fehlen Lebkuchen, verzieren die Kinder große Butterkekse mit demselben Zuckerguss.
Mitgebsel
Jedes Kind geht mit seinen gebastelten Kugeln, seiner gefalteten Tanne, seinem verzierten Lebkuchenherz und seiner Wunschkarte nach Hause; die Kugeln hängen zu Hause sofort am Fenster. Zusätzlich packst du einen Beutel mit Bastelresten zum Weiterspielen.
- Die eigene Wunschkarte mit Kugeln, Tanne und LebkuchenherzAll das gehört dem Kind; die Kugeln und die Tanne hängen zu Hause an der Fensterbank.
- Ein Beutel mit Buntpapierfetzen, Klebestreifen und SternstickernDamit lässt sich zu Hause eine weitere Kugel oder ein kleines Geschenk für die Familie wickeln.
Wo feiern?
Drei Orte tragen den Weihnachtsgeburtstag: die Werkbank am Esstisch, die Fensterbank für Tannen und Kugeln und der Teppich für Tanz und Bescherung.
Wohnzimmer als Werkstatt
Die Wichtelwerkstatt steht am Esstisch, das Stopp-Spiel läuft auf dem freien Teppich, und die Bescherung findet am Tannenwäldchen auf dem weißen Laken statt.
Kleine Wohnung
Ist das Wohnzimmer klein, verlegst du die Werkstatt an den Küchentisch und baust das Tannenwäldchen auf dem Küchenboden auf; der Halbkreis für die Bescherung formiert sich dann am Küchentisch.
Terrasse als Tanzfläche
Bleibt der Dezember trocken, zieht das Stopp-Spiel auf die Terrasse oder den Hof; Bastelstationen und Bescherung bleiben drinnen, damit der Zuckerguss nicht friert.
Plan B und Sicherheit
Der Notfallplan
Der Tag hat für jeden Stolperstein eine Lösung – Zeitdruck eingeschlossen: Für jede Werkbank gibt es eine Rettungsvariante, die Kugeln trocknen unterwegs an der Fensterbank, und wer eine Pause braucht, darf zuschauen oder der Spielleitung bei der nächsten Station helfen.
Schnell entscheiden
Scheren und Kleinteile
Die Scheren liegen nur an der Werkbank; nach jeder Station räumt ein Erwachsener sie zurück. Die Pappröhrenringe schneidest du vorher selbst, damit die Kinder nicht gegen die dicke Pappe kämpfen müssen. Glitzer, Wattewölkchen und Sticker bleiben von kleineren Geschwistern fern.
Lichterkette und Glocke
Die Lichterkette ist eine LED-Kette, nie echte Kerzen; das Kabel sicherst du mit Malerband am Boden, damit niemand darüber stolpert. Die Handglocke ist aus Metall und hat keine Griffschlaufe, damit sich kein Finger einklemmt.
Essen und Allergien
Allergien fragst du in der Einladung ab. Nussfreier Lebkuchen ist Pflicht, weil viele Sorten Weihnachtsgebäck Nüsse enthalten; Apfelschorle statt Schokodrink bei Milchallergie, und belegte Brötchen mit Gurke und Käse als neutrale Beilage.
Häufige Fehler vermeiden
Klassische Stolperfallen
Deine Checkliste
Diese Punkte hältst du fest, dann steht die Feier; für einen fehlenden Punkt springt die Ersatzkiste ein.
Am Abend davor
Am Tag
Häufige Fragen
Kann ein Weihnachts-Geburtstag auch außerhalb der Adventszeit gefeiert werden?
Ja. Kugeln, Tannen und Päckchen funktionieren das ganze Jahr; im Sommer gehst du mit der Geschichte flexibel um und nennst die Feier einfach Wichtelfest oder Bastelfest. Die LED-Lichterkette darf auch im Juli hängen.
Wie viele Gäste passen zu den sechs Stationen?
Fünf bis acht Gäste plus Geburtstagskind reichen gut. Bei acht Gästen stellst du ein zweites Körbchen mit Kleber und Buntpapier bereit und holst besser eine zweite erwachsene Person dazu; bei fünf Gästen reicht eine erwachsene Person.
Müssen die Kinder gut schneiden können?
Nein. Die Pappröhrenringe schneidest du vorher selbst; die Kinder kleben, wickeln, falten und tupfen. Zum Wickeln der Päckchen reicht Klebestreifen, das Band knotet ein Erwachsener bei Bedarf mit.
Was, wenn ein Kind beim Stopp-Spiel nicht mitmachen möchte?
Kein Kind muss tanzen. Es kann zuschauen, die Musik starten oder der Spielleitung die Sternkarten halten; beim nächsten Durchgang ist es meist doch dabei. Alle Teile der Feier sind freiwillig.
Was steckt in den Überraschungstüten?
Kleine Dinge ohne Essbares, etwa ein Stickerbogen, ein Minispiel oder ein Radiergummi, pro Tüte bis zu einem Euro. Alle Tüten bekommen denselben Inhalt, damit beim Auspacken kein Vergleich entsteht.
Kann ich die Feier mit Deko aus dem Keller ausstatten?
Ja. Alte LED-Lichterketten, letzte Christbaumkugeln und ein Rest Kraftpapier reichen völlig. Gekaufte Deko braucht es nicht; die meisten Teile entstehen auf der Feier selbst.
Wie lange dauert der Aufbau und der Abbau?
Den Aufbau machst du am Abend davor in etwa 45 Minuten: Leine spannen, Ringe schneiden, Tüten füllen, Laken auslegen. Nach der Feier rollst du die Zeitungsbögen zusammen, wischst die Werkbank und hängst die Leine ab; das dauert etwa zehn Minuten.
Was, wenn die Zeit vor der Bescherung knapp wird?
Dann kürzt du das Stopp-Spiel um fünf Minuten und verlegst das Falten der Tannen ans Ende; die Tanne geht als Mitgebsel mit nach Hause. Die Bescherung selbst wird nie gekürzt – sie ist der Punkt, auf den alle hinarbeiten.